ANNO DAZUMAL / GESCHICHTE TEIL II

ALTER KRAMPUSLÄUFER ERZÄHLT

EIN „KRAMPUS" ERZÄHLT ...
von Elfi Holzinger
WEISSENBACH/NEUHAUS/GADENWEITH: Pünktlich am traditionellen Krampustag, den 5. Dez., holte nach ca. 50 Jahren der 72 jährige Helmut Trumler seine uralte Krampusmaske aus ihrem Versteck. Ein bisschen in die Jahre gekommen, ein bisschen verstaubt, aber eine Krampuslarve wie aus dem Bilderbuch.
Wohl wissend, um die Bedeutung dieses Kleinodes des Neuhauser Maskenherstellers Walter Pechhacker, erzählt Helmut Trumler gerne über die Zeit, wie er als gefürchteter Krampus Neuhaus und die Gadenweith unsicher machte.
"Heute wo ich nach so vielen Jahren die Maske wieder so bewusst anschaue, kommen so viele Empfindungen hoch, die Erinnerung an liebe, längst nicht mehr gesehene Freunde und natürlich an unsere "Hetz", die wir damals als Krampal hatten.
Es war so ca. 1954, als ich mich entschloss, mit meinen Schulfreunden als Krampus verkleidet, die Leute und vor allem die Mädchen in Neuhaus und auf der Gadenweith zu erschrecken.
Für uns war es auf jeden Fall Ehrensache, dass wir bei der Maskenherstellung mithalfen und jeder von uns war sehr stolz aus seine Larve von unserem Maskenhersteller dem Pechhacker Walter, die aus Papiermasche gemacht wurde. Jedes Stück war ein Unikat, eine mit spitzen Ohren, eine mit großen Augenbrauen, jede nach dem Geschmack seines Besitzers, wir wetteiferten natürlich, wer die schönste Maske hat. Früher gab´s ja auch noch mehr Schnee und es sah dann schon richtig schaurig aus, als wir mit unseren Larven, gehüllt in wilde Fellmäntel und den Ruten aus Birkenstauden, das alte Brauchtum pflegten. Wir Buben fieberten damals ja schon wochenlang darauf hin. Der Schmid Hansl, der Pankl Herbert, die Brüder Karl u. Hans Pelikan, der Alfred Baumgartner, der Karl Perner und der Oskar Zabril waren einige davon. Auch unser Nikolaus trug eine Maske, das war damals der Freundlich Fredl.
Einige sind ausgewandert, der Streber Wickerl in die Schweiz und der Johann Schmid nach Kanada, ob sie ihre Masken mitgenommen haben, oder dort gar unseren alten Brauch noch weitergepflegt haben, weiß ich leider nicht.
Jahrzehntelang ruhte der alte Kramperl jetzt gut behütet wie ein Schatz auf meinem Dachboden, die Freude daran ist noch immer da, weiß ich doch, dass ich etwas ganz Besonderes habe und sie könnte ja auch Geschichten erzählen.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich meine Maske in guten Händen weiß, mein Sohn Bernhard ist ja Sammler von Kunst und Trödel und wird sie sicher in Ehren halten."
Ob die Maske noch immer im Einsatz ist, bleibt ein gut behütetes Geheimnis von Helmut Trumler, auf jeden Fall ist sie vom "echten Krampus" nicht zu unterscheiden.
BILD: Der Krampusläufer aus den 50iger Jahren, Helmut Trumler

Radrennen Berndorf ...

Anna Kuchar aus St. Corona/Neuwald bei der Heuernte

In mühevoller Arbeit wurde das Heu geerntet - Anna Kuchar aus St.Corona/Neuwald

 Lebensrettung in größter Not

Berndorf 2003

Wolfgang und Ilse Kienzel mit dem Rot Kreuz Team

Das Jahr 2003 wird die Familie Wolfgang und Ilse Kienzel wohl auch nie vergessen. Ilse Kienzel holte ihren Wolfgang vom Tennisplatz ab weil er sich nicht wohl fühlte. Ilse wollte im Gemeindekurier nachsehen welcher Arzt Dienst hat. 

Noch während der Heimfahrt aber bereits vor dem Elternhaus von Ilse Kienzl hat Wolfgang die Hand seiner Frau genommen, ihren Namen gesagt und dann war Stille - lähmende, tödliche  Stille.

Im Schock schrie Ilse ihren Wolfgang an und versuchte alles um ihm helfen zu können. In größter Panik fuhr sie zum Roten Kreuz, die sofort mit dem Notarzt erste Hilfe leisteten. Mit dem Rettungshubschrauber wurde Wolfgang Kienzl ins Krankenhaus gebracht, wo ein Herzinfarkt diagnosiziert wurde

Dank Ilses schneller Hilfe und dem raschen und richtigen Eingreifen des Roten Kreuzes ist Wolfgang Kienzel heute wieder pumperl gesund.

 

 

Maria und Karl Wiltschko betrieben am Wiener Naschmarkt einen Fischstand

Maria Wiltschko, die Großmutter des Berndorfer Stadtrates Helmut Wiltschko

Jahrzehntelang betrieben die Großeltern Maria u. Karl Wiltschko einen Fischstand am Wiener Naschstand

Letztes Grubenunglück im

Braunkohlenbergwerk Grillenberg/Neusiedl

Rudol Slavik sen. und ? im Braunkohlenbergwerk Grillenberg

GRILLENBERG/POTTENSTEIN:  Genau am 3. Februar 1956 wurde Rudolf Slavik sen. (geb. 1896) vor 60 Jahren  Opfer eines Arbeitsunfalles  im BMF-Bergwerk Neusiedl/Grillenberg.

Am 1. Februar 1956 teilten Vertreter der neuen öffentlichen Verwaltung (der USIA-Betrieb wurde dem Staat Österreich übergeben) dem Langzeit Seilbahnaufseher und Werkmeister Slavik mit, man "müsse" auf seine weiten Dienste verzichten, er würde entlassen. Für Slavik für den seine Arbeit sein Leben war und seine Familie brach eine Welt zusammen.

Noch im Dienst, versuchte der immer pflichtbewusste Werkmeister unter persönlichen Einsatz am 3.2. mit anderen Bergarbeitern gemeinsam die Kohleversorgung des BMF-E-Werkes nach einem Frostschaden wieder zu sichern. Er wurde dabei im Kohlebunker verschüttet und erstickte. Am 1. Februar wurde Slavik Großvater und wollte sein Enkelkind am 3. Februar zum ersten Mal besuchen, das war ihm leider nicht mehr vergönnt, er verstarb an diesem Tag.

Hunderte Arbeitskollegen (darunter viele, ebenfalls vor der Entlassung stehende Kolleginnen und Kollegen), Bewohner Pottensteins und des Triestingtales begleiteten den Trauerzug.

1959 war dann das endgültige Aus für das Grillenberger/Neusiedler Bergwerk.

Das Schicksal des Vaters und seiner Familie prägte Sohn Rudolf jun. (die NÖN berichtete)  Chefredakteur der Badener Rundschau und Chef des "Ring NÖ Wochenzeitungen" nachhaltig sein Leben lang. Sein Leben lang hielt er das Andenken seines Vater auch hoch in Ehren, so wurde das Grab am Todestag am 3. Februar mit einer Gedenktafel und 60 roten Rosen

 

Fotoarchiv: Rudolf Slavik jun.

Diese Fotos wurden von Günther Neubauer zur Verfügung gestellt und von seienm Vater Johann Neubauer in Hernstein aufgenommen

Am Groblerball in Hernstein

 "Grobler-Ball"

Viele Hernsteiner Damen verdienten sich ihr täglich Brot beim Bäumchen pflanzen. Nach Ende der Pflanzsaison wurden sie als Dankeschön von der Forstverwaltung zum "Groblerball" geladen. 

"Eine glückliche Hernsteiner Kindergruppe"

Herzlichen Dank an Günther Neubauer für die Fotos die von seinem Vater Johann Neubauer aufgenommen wurden

Pulay Katalog 2017 !

Bühne Berndorf 2017

Die Fetzenkammer findet man auf FB unter

"Erste Berndorfer Fetzenkammer"

KATER LAUSER

IST EIN EIFRIGER  LESER

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