RUBRIK: GESELLSCHAFT / LEUTE UND TRIESTINGTALER ORIGINALE                         (TEIL1, bis Dez. 2014)

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Christoph Steiner -

ein Hernsteiner Kunstschaffender

Steiner als Winnetou-Darsteller

HERNSTEIN: Christoph Steiner ist einer der Wenigen der seinen Traum lebt. Schon als Kind ist er als Sohn vom ehemaligen „Mundl-Wirten“ seinen eigenen Weg gegangen, kein Einzelgänger, aber dennoch damals schon ein Exzentriker im positiven Sinne.

Konsequent wollte er sich so gar nicht in ein Schema „f“ pressen lassen und fiel als Jugendlicher besonders durch seine Haarpracht und sein Winnetou-Image auf. Aber genau das konnte er nutzen, bei den Karl-May Festspielen in Winzendorf spielte Steiner den wohl feschesten Winnetou, dass selbst Pierre Brice vor Neid erblassen würde.

Mittlerweile kann man als Triestingtaler stolz auf den Häuptling der Apachen aus Hernstein sein. Mit Erfolg schloss Steiner 2004 sein Schauspielstudium am Wiener Franz-Schubert-Konservatorium für Musik und Darstellende Kunst ab. Seither arbeitet er als Schauspieler, Autor und Regisseur in der freien Theaterszene, für Film und Fernsehen sowie als Sprecher bei diversen Hörspielproduktionen.

 

Seine Vielseitigkeit zeigt er bei literarisch-kabarettistischen Lesungen, als Moderator und Entertainer im Rahmen von Shows, Konzerten und Galaveranstaltungen und in den vergangen Jahren auch vermehrt durch seine Tätigkeit als Ausstatter und Kostümbildner für Theater-, Kino- und TV-Produktionen mit seinem Unternehmen "theatermacher.at".

Steiner´s Haarpracht hat sich zwar in die untere Gesichtshälfte verlagert und zeigt sich dort als stolzer Bart, was aber seiner Karriere keinerlei Abbruch tut. 

Seit vergangenem Jahr betreibt er in seinem Heimatort auch eine kleine Landwirtschaft samt Mostschenke und widmet sich der Kultur- und Brauchtumspflege im Rahmen des eigens gegründeten Vereins "KumHer - Kultur und mehr Hernstein.

Elisabeth Höger

Elisabeth Höger mit Tochter Alexandra
am Tagesgeschehen war Elisabeth schon immer interessiert

Elisabeth Höger feierte kürzlich ihren 60igsten Geburtstag unter anderen mit Politikergrößen wie Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und dem ehemaligen Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky.

Das Geburtstagskind lebt in Berndorf in den letzten Jahren eher zurückgezogen und fast keiner weiß über sie, oder ihr Leben, Bescheid.

Die Gattin von Landeshauptmannstellvertreter a.d. Ernst Höger kann als Politikergattin ein Lied nicht nur von der Politik, sondern auch von den vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen singen.

Elisabeth H. wuchs in der rund 250 Seelengemeinde Groisbach (Alland) auf, aus der auch der Landtagsabgeordnete Josef Balber und  der Landtagspräsident Franz Gartner kommen.

Nach der HBLa begann sie ihre Karriere bei der Gewerkschaft der Bau- u. Holzarbeiter als Sekretärin und zeichnete sich durch besonderen Fleiß aus, dass sie sogar dem ehemaligen Sozialminister Hesoun auffiel, der sie nach Wien für eine Hauptfunktion berufen wollte, wenn da  nicht die Liebe  dazwischen gefunkt hätte.

Denn da hat es schon ordentlich gefunkt zwischen Ernst Höger und seiner "Lisi".

Der stellte sie erstmals als seine Faschingsprinzessin (1976) in Berndorf vor, wo sie das original Kleid von Hannerl Matz aus dem Film "Sissy" trug und bis heute als eine der elegantesten Prinzessinnen gilt. Als amtierendes Prinzenpaar wurde auch geheiratet.

1979 zog Ernst Höger in den NÖ Landtag ein und wurde 1980 von Hans Czettel in die NÖ Landesregierung berufen und Tochter Alexandra kam zur Welt.

Dann ging es Schlag auf Schlag, Hausbau, Baby, Repräsentationspflichten und die junge Elisabeth entschloss sich schweren Herzens auf ihre Arbeit zu verzichten um ganz ihren Ernst zur Seite zu stehen.  sie erledigte Interventionen, koordinierte mit dem Sekretariat die Termine und unterrichtete schon frühmorgens von den Presseinformation.

Im Laufe der Jahre wurden hunderte Gäste im Hause Höger in Berndorf verwöhnt und bewirtet, das Gästebuch der Högers liest sich wie das who is who der österreichischen Gesellschaft.

Ernst Höger holte zig Förderungen, auch ins Triestingtal, Ideen wurden gesammelt und auch das Konzept "NÖ soll blühen" umgesetzt.

Elisabeth Höger ordnetete alleine für dieses Konzept 16.000 Zuschriften, las sie und wies sie den zuständigen Ausschüssen zu. Jeder der Beteiligten wurde mit einem Bäumchen gedankt, so wurden 16.000 Bäume in NÖ alleine durch diese nette Geste gepflanzt. Elisabeth Höger war auch in Berndorf sehr aktiv und als Patin eine beliebte Ansprechpartnerin, so wurde sie Patin eines Rot Kreuz Fahrzeuges, des Hilfswerkes und der Orgel in der Margaretenkirche und brachte mit ihren Patenschaften auch  jeweils  beträchtliche  Spenden mit.

Bei den Wahlkämpfen mit Dr. Franz Vranitzky, mit Kurt Steirer, mit Rudolf Streicher und Viktor Klima war sie Stütze und Halt.  Während der politischen Laufbahn ihres Mannes trafen sich die Politikergattinen immer wieder, so entstand auch eine innige Freundschaft zwischen Herlinde Ludwig, der Gattin von Siegfried Ludwig und "Sissy" Pröll, der Gattin des Landeshauptmannes Dr. Erwin Pröll. Auch mit dem Berndorfer Bürgermeister Hermann Kozlik und seiner Gabi verbindet sie eine innige Freundschaft.

Während ihrer gemeinsamen Jahre war und ist sie immer eine zauberhafte Lady mit Stil, Klasse und vornehmer Zurückhaltung an der Seite ihres Ernstl.

 

VOM  LEHRBUA  ZUM  HOFRAT

Gerhard Reischer mit seinen Eltern

 

Mag. Gerhard Reischer wurde Abteilungsleiter der Fremdenpolizei, Grenzkontrolle und Visaangelegenheiten

BERNDORF: Der jetzige Abteilungsleiter der Fremdenpolizei und der Grenzkontrolle im Bundesministerium für Inneres, Mag. Gerhard Reischer,  legte eine Bilderbuchkarriere hin, die ihres gleichen erst einmal suchen muss.

Nach dem Besuch der Hauptschule begann der gebürtige St. Veiter eine Lehre als Werkstoffprüfer/Physik in den Vereinigten Metallwerken Ranshofen-Berndorf.

Niemals hätte sich der "Lehrbua" träumen lassen, dass er einmal Ministerialrat im Bundesministerium sein wird.  

Seine spätere Karriere liest sich wie das Who´s Who eines Musterschülers, nur dass Reischer so gar nicht in dieses Bild passt, sondern eher in das eines Filmhelden a la James Bond.

Gerhard Reischer bei einem gefährlichen Einsatz im ehemaligen Asylantenheim in Neuhaus

Reischer begann 1982 bei der Polizei, wurde Polizeikommandant Stellvertreter in Pottenstein, Hirtenberg und Berndorf, zum Drüberstreuen Postenkommandant in Hirtenberg. Jetzt sollte man glauben, das wäre schon der Gipfel des Erstreb baren, dem war aber nicht so. Zwischenzeitlich Diplomstudium in Jus und dann der große Durchstarter: Kriminalreferent u. Stellvertreter des BGKdt BGK Baden, mit kurzzeitlichen Abstechern in Abteilungen, die der Durchschnittsbürger nicht einmal annähernd kennt, dann zum Leiter der Soko FrePo/Dublin der Abtl. II/3 und schlussendlich zum Abteilungsleiter II/3 der Fremdenpolizei, Grenzkontrolle und Visaangelegenheiten. 2012 bis 2014 absolvierte er die FH in Wr. Neustadt und wurde zum Master of Arts in Security Management graduiert.

In Berndorf gründete er 1980 den Judoverein, der bis heute  unter dem Namen "Judo Thermenregion" aktiv ist. Er begeisterte sogar  weniger Sportbegeisterte,  bei manchen  trotz größter Bemühungen seitens des Lehrmeisters, mangels Talent allerdings erfolglos.

Ach ja, zwischenzeitlich hat er auch noch geheiratet und  zwei inzwischen erwachsene  Kinder produziert.

Arnold von Bohlen u. Halbach - der letzte "Berndorfer Krupp"

BERNDORF: Niemand prägte
Berndorf so nachhaltig wie die Krupp Dynastie. Viele Gemeinden werden Berndorf
wahrscheinlich um dieses Krupp-Erbe beneiden.   Ob es die Berndorfer
Metallwarenfabrik war, oder die  Schulen, das Stadttheater, die
Arbeiterwohnungen, die Villen und überhaupt die ganze Infrastruktur. Fast kein
Straßenzug, der nicht ein kleines bisschen "Krupp" beinhaltet.

Anlässlich der Sonderausstellung
im Berndorfer Stadtmuseum "KAISER-KÖNIG-KRUPP", stattete der letzte
"Berndorfer" Krupp, Arnold von Bohlen und
Halbach, seiner ehemaligen Heimatstadt einen Besuch ab.

Launig erzählte er von seinen
Erinnerungen an Erzählungen seiner Mutter, mit der er seine frühesten
Jugendjahre in Berndorf verbrachte.

Arnold von Bohlen und Halbach ist der Sohn
des letzten aktiven Direktors der Berndorfer Metallwarenfabrik, Claus von
Bohlen und Halbach und dessen Gattin Sita, geb. von Medinger.

Arthur Krupp übertrug die
Berndorfer Metallwarenfabrik testamentarisch an Claus von Bohlen und Halbach,
der während der Kriegswirren 1940 mit einer ME 109 wegen einer defekten
Atemschutzmaske tödlich verunglückte. 

Die Familie bewohnte
auch die Krupp-Villa, die später in Schutt und Asche gelegt wurde.  Auf
Verheißen der damaligen Machthaber musste Sohn Arnold und
dessen Mutter Sita, die Krupp Villa verlassen und "durften" den
oberen Stock ihres Jagdschlosses in der Walster bis auf Widerruf bewohnen, der
allerdings nicht lange auf sich warten ließ.

der Berndorfer Kulturstadtrat Helmut Wiltschko begrüßt Arndold von Bohlen und Halbach im Berndorfer Stadtmuseum

Mit einem Augenzwinkern
erzählt Arnold von Bohlen und Halbach, dass er, um zum
Lebensunterhalt etwas beisteuern zu können, mit seinem Spaniel  Frösche
fing und sie an die umliegenden Restaurants verkaufte. Er besuchte in der
Walster mit 12  anderen Kindern die Schule, bis man die Familie wieder
ausquartierte und sie nach Salzburg zogen, wo Arnold von
Bohlen und Halbach auch 1957 maturierte. Nach seinem Studium in München, Paris
und Oxford schlug er eine berufliche Laufbahn als Filmproduzent und Berufspilot
ein.

Mit Gattin Brigitte und
seinen drei Kindern, die mittlerweile außer Haus sind, jettete er nicht nur
zwischen seinen Hauptsitzen Salzburg und England, sondern hielt sich auch oft
in der Schweiz und Nepal auf.

Arnold von Bohlen und Halbach liebt 
gefährliche Hobbys, wie zum Beispiel Cresta Run. Beim Bergsteigen in Zermatt
stürzte er 50 m in die Tiefe und überlebte knapp mit schweren Kopfverletzungen.

Mittlerweile besucht er
Berndorf, auch manchmal gemeinsam mit seiner Gattin Brigitte, wieder öfter und
ist ein beliebter und interessanter Ehrengast, der mit einer sehr
sympathischen, weltmännischen Offenheit gerne auch etwas von sich Preis
gibt. 

An den Tag, als Arndold von
Bohlen und Halbach mit seiner Mutter Sita nach Jahrzehnten  Berndorf das
erste Mal wieder besuchte,  kann er sich noch sehr gut erinnern: "Als
meine Mutter die niedergebrannten Reste der Krupp Villa  sah, war sie sehr
betroffen, aber als sie die Diana (eine lebensgroße Statue, die vor der Krupp Villa stand) im Dreck liegen sah, da hat sie geweint."

2560 St. Veit

Züricher Schnitzerl aus der Casa Italia

Die Fetzenkammer findet man auf FB unter

"Erste Berndorfer Fetzenkammer"

KATER LAUSER

IST EIN EIFRIGER  LESER

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