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Allander Tankwart führt in Krumau/Tschechien mit seiner Familie die Pension Marie

Alland/Krumau/Tschechien: An Martin Turek (40 J.)erinnern sich zahlreiche Kunden der ÖMV Tankstelle in Alland gerne.

Der ehemalige Tankstellenwart kam durch einen Freund aus Tschechien zu dem Tankwartjob, den er geliebt hat.

Einige Jahre lebte Turek in Alland und hegte zahlreiche Freundschaften. Besonders die Perchtenläufe und die Radstrecken in der Umgebung taten es ihm an.

2018 musste er wieder nach Hause zurück, wo seine Schwiegermutter die Pension Marie in Krumau führt und er tatkräftig und mit viel Engagement mitarbeitet.

"Die Zeit in Österreich war aber trotzdem meine unbeschwerteste Zeit und bleibt mir unvergessen. Wir kommen jedes Jahr zum Perchtenlauf nach Neuhaus, die gibt es ja leider bei uns noch nicht. Ich grüße alle meine Bekannten und Arbeitskollegen von Österreich", meint Martin Turek.

Vater und Tochter als Stadtführer in Berndorf

Seit einiger Zeit fungiert der hauptberuflich in einem internationalen petrochemischen Forschungsinstitut tätige Thomas Braun auch als Stadtführer in Berndorf und bietet Führungen auch in englischer, spanischer, portugiesischer, französischer, slowakischer und gebrochen auch in arabischer Sprache an.

Seine Tochter Vanessa besucht die HAK und steht ihrem Vater in puncto Fleiß in nichts nach. Mit ihrem knappen 16 Jahren fing sie jetzt als Kulturvermittlerin der Berndorfer Stilklassen an. Vanessa spricht Spanisch und englisch und ihre Muttersprache deutsch.

Sie ist in Berndorf die Jüngste im Bunde der vier Stadtführer und möchte sich bei ihren Kollegen Theodora Langer und Tamara Moser herzlich für die Einschulung bedanken. Auch bei Stadtrat Erich Christian Rudolf und bei den Mitarbeitern der Stadtgemeinde Berndorf Sandra Trost und Silvia Zodl für die gute Zusammenarbeit.

"Ein bisschen nervös war ich bei den ersten Führungen schon, aber es wird schon besser", lacht Vanessa.

Hans Peter Winkelmayer -

DER VATER DES TRIESTINGTALERS

Der Triestingtaler erlebt zurzeit auf Grund erneuter Bewerbung der LEADER Region Triestingtal wieder einen neuen Aufschwung.

„Erfunden und geschaffen“ wurde die Münze vom ehemaligen Berndorfer Finanzstadtrat Hans Peter Winkelmayer, Cafehausbetreiberin Gabi Leitner und Erich Bettel gemeinsam mit der Kleinregion Triestingtal, dessen Geschäftsführer Winkelmayer damals war. Die Sparkasse Pottenstein mischte damals tatkräftig mit und später auch alle übrigen Banken.

Winkelmayer stöbert in seinen Erinnerungen: „Die Kleinregion Triestingtal setzte sich damals aus acht Gemeinden zusammen, im Vorstand saßen von diesen Gemeinden die jeweiligen Bürgermeister. Wir wollten mit dem Triestingtaler nicht nur die Wirtschaft beleben, sondern auch den Zusammenhalt unserer acht Gemeinden, die von Kaumberg bis Hirtenberg gingen. Ich schied dann 2005 aus dem Gemeinderat und somit auch als Geschäftsführer der Kleinregion Triestingtal aus. Einige Zeit hielt sich unsere Währung noch, aber dann schlief er leider wieder ein. Mir tut eigentlich um die Region und auch um den Triestingtaler wirklich leid, es braucht einen frischen Input um alles wieder in die Gänge zu bringen. Aber ich freue mich, dass er jetzt wieder zu neuen Leben erweckt werden soll und hätte auch schon einige Ideen dazu“

Sepp Pichler ist bereits zu Lebzeiten als ehemaliger Hilfswerk Obmann eine Legende

Josef Pichler geistert in den Köpfen der Triestingtaler noch immer als umtriebiger ehemaliger, ehrenamtlicher Hilfswerk-Obmann herum und das zu Recht.

Als Robert Reischer und Franz Pöltl 1980 in Weissenbach die Sozialstation Triestingtal gründeten, war Sepp Pichler gerade einmal 30 Jahre alt. Er war von der Idee begeistert und unterstützte sie nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch finanziell. Viele konnten mit dem Begriff damals nichts anfangen, heute ist diese Einrichtung wichtiger Partner in vielen Lebenslagen und nicht mehr wegzudenken.

 

"Unsere Sozialstation wuchs über das ganze Tal, ja sogar in das Schwechattal bis nach Alland derartig, sodass wir im Jahre 1986 bereits sechs Vereinseigene Dienstautos, ein Dienstmoped in Leobersdorf und 12 Mitarbeiterinnen mit ca. 10000 geleisteten Einsatzstunden aufweisen konnten" erinnert sich Pichler dankbar zurück.

Bis 1992 kannte Pichler weder Rast noch Ruh und legte all seine Energie in seine Aufbauarbeit des Hilfswerkes Triestingtal als Leiter. Zwischenzeitlich wurde er auch in Berndorf ÖVP-Gemeinderat.

Die Gesundheit zwang den rührigen Hilfswerk Obmann zum Pausieren. Jetzt startet er wieder mit der neuen Hilfswerk Obfrau Silvia Hromatka so richtig durch.

"Wir haben so viele Ideen, die es umzusetzen gibt und ich schätze unsere neue Obfrau sehr. Ich unterstütze sie sehr gerne"

Schneiderkünstlerin "Misses Charmy´s" brilliert mit kreativen Modellen

Pottenstein: Mit Schneiderkünstlerin Monika Handl zog in die kleine Gemeinde eine Modedesignerin der besonderen Art. Ihre Kreationen sind weit über die Grenzen des Triestingtales hinaus bekannt.

Im Atelier "Misses Charmy´s" werden einzigartige Unikate kreiert, die nicht nur bei Modebewussten großen Anklang finden, sondern sogar auch bei Sammlern ausgefallener Kleidungsstücke.

So kann man sich nach Maß oder Konfektion für Damen und Herren Cosplays, Kostüme, Hoodys, Sweater, Abend- u. Hochzeitskleider fertigen lassen, die nicht in jedem Kleiderschrank zu finden sind.

Besonders beliebt sind auch die Workshops, die von der Modeschöpferin angeboten werden.

Handl: "Wenn man nähen lernen möchte oder ein Projekt hat, wo man sich alleine nicht drüber traut, biete ich auch Workshop nach Terminvereinbarung an. Wir kreieren dann gemeinsam das ganz besondere Kleidungsstück für den jeweiligen Kunden"

Über das reichhaltige Angebot kann man sich auf der HP erkundigen: https://www.missescharmy.com/

DER POTTENSTEINER POET WALTER HACKER

Der Pottensteiner Poet Walter Hacker

Pottenstein: Kaum wird auf Facebook ein Kommentar veröffentlicht, findet man als Antwort Minuten später bereits ein passendes, unterhaltsames Gedicht von Walter Hacker dazu.

Der pensionierte Rauchfangkehrermeister ist auch in puncto Poesie ein Meister und sorgt mit seinen künstlerischen Ergüssen für Lachsalven und das nicht nur im Fasching.

Bereits vor Jahrzehnten fing der sympathische Pottensteiner zum Dichten an, Anfangs bei Feierlichkeiten und später bei jeder Gelegenheit.

"Es sprudelt einfach so aus mir heraus und jedes meiner Gedichte kommt von Herzen".

Besonders sein Enkerl Julian inspirierte ihm zu literarischen Höchstleistungen.

"Mir macht das Dichten einfach Spaß und wenn ich etwas ansprechendes  lese,  muss ich einfach meine Sprücherl dazu verfassen, die ja auch meistens für Heiterkeit sorgen", meint der immer bestens gelaunte Meister der Poesie.

Dr. Paul Vock bewahrt ehrenamtlichen TRIDOK

Mitarbeiter vor Herz - Operation

OA Dr. Paul Vock

Unser ehrenamtlicher Triestingtal - Dokumentationsmitarbeiter Didi Holzinger meinte eines Tages kleinlaut zu seiner Frau: "Machst mir einen Termin beim Dr. Philip aus". Bei seiner Frau schrillten alle Alarmglocken, nachdem sie ihren Didi kennt und weiß, dass er die Ärzteschaft nicht gerade belagert und er sie das letzte Mal vor geschätzten 20zig Jahren aufsuchte.

Jahrelang dürfte unsere Kollege  bereits Schmerzen in der Herzgegend verspürt haben, konsultierte aber aus Angst vor einer unliebsamen Diagnose lieber "Dr. Google" statt einen Facharzt aufzusuchen. Sein Hausarzt Dr. Peter Philipp war nach den Erstuntersuchungen äußert beunruhigt und verwies ihn sofort zu einem Spezialisten.

Zahlreiche Freunde und Bekannte empfahlen Didi den Badener Kardiologen und Wahlarzt OA Dr. Paul Vock , der auch aufgesucht wurde.

Oberarzt Dr. Paul Vock stellte sich als echter Fachmann  heraus, dem unser Reporter sofort vertraute. Dr. Vock überwies Holzinger ins Universitätsklinikum  St. Pölten, wo man bei der ersten Untersuchung feststellte, dass Didi zwei von den drei großen Herzkranzgefäßen chronisch, also schon seit mindestens drei Monaten verschlossen hatte und deshalb zwei Beipässe brauchen wird.

In Anbetracht dessen, dass Didi nicht gerade der tapferste Patient ist und ihm schon alleine der Gedanke vor einem Nadelstich den Angstschweiß auf die Stirn treibt, ein grauenvoller Gedanke. Auch bangte er um seinen makellosen Brustkorb, den kein Härchen ziert, geschweige denn eine Naht.

Didi bettelte bei Dr. Vock, ob es denn nicht doch noch eine andere Möglichkeit gäbe, ohne Operation auszukommen und Dr. Vock fand auch eine.

Ein- bis zweimal  im Jahr kommt der Cto-Spezialist Dr. Mashayeki, ein gebürtiger Steirer mit persischen Wurzeln  von Deutschland ins Universitätsklinikum St. Pölten um dort als einer der wenigen Spezialisten weltweit komplexe Wiedereröffnungen chronisch verschlossener Herzkrankgefäße mit Dr. Vock durchzuführen, da es in Österreich dafür noch keinen derartigen Spezialisten gibt und Dr. Vock immer noch von ihm schwierigste Techniken lernen kann. So kam auch unser Held in den Genuss dieser Spezialbehandlung des Teams rund um Dr. Vock und ist überglücklich, dass er sich keiner Beipassoperation unterziehen lassen musste.  

Oberarzt Dr. Paul Vock arbeitet neben seiner Wahlarztpraxis (http://www.kardiologie-vock.at/) in Baden in Universitätsklinikum  St. Pölten als Oberarzt. Sein beruflicher Werdegang liest sich wie das who is who  einer ärztlichen Bilderbuchkarriere.

Sein Fachgebiet ist neben Stentimplantation im Rahmen vonn Herzkatheteruntersuchungen auch die Kathetergesteuerte Implantation von Herzklappen, Implantation von Herzschrittmachern und Defribrillatoren und vieles mehr. Ergänzend hat der Interventionell tätige Kardiologe sein 2. Studium der Psychotherapeutischen Medizin an der Donau-Uni Krems abgeschlossen.  

Seit dem Aufenthalt im Universitätsklinikum  ist unser Pressefotograf auf jeden Fall stolzer Besitzer von fünf Stents, die ihm eingesetzt wurden und einem dementsprechenden Ausweis und fühlt sich pudelwohl.

"Man hört und liest immer nur unangenehme Sachen über Krankenhäuser und Ärzte, aber man muss auch einmal sagen, wie vielen Menschen dort geholfen werden kann. Dr. Vock hat mir mit seiner ruhigen Art auch alles so erklärt, dass ich es als Laie verstehen kann. Wir können uns gar nicht genug bei ihm bedanken, wie auch beim ganzen Team im Landesklinikum St. Pölten, die allesamt sehr freundlich und zuvorkommend sind. Natürlich darf ich auch meinen Schulfreund Dr. Peter Philipp nicht vergessen, der mich wirklich auch bestens behandelt hat", so unser dankbarer Presseheld.

GESELLSCHAFT/LEUTE UND TRIESTINGTALER ORIGINALE,

Teil II (ab 2015)

20 Jahren ist Otto Obermoser gewissenhafter und beliebter Schülerlotse und Schulwart in der Volksschule Altenmarkt.

In diesen Jahren geleitet er tausende Kinder bei Wind und Wetter sicher über die stark befahrene Bundesstraße. „Gott sei Dank ist bis jetzt noch nie etwas passiert, die meisten Fahrer sind schon sehr diszipliniert, aber es gibt leider auch Rowdys“, meint der Schulwegpolizist.

Achtunddreißig Wochen im Jahr als Schülerlotse morgens zwischen 7h30-8 Uhr und mittags zwischen 11h45 und 12 Uhr und später noch zwischen 12h45 und 13 Uhr da zu sein, verlangt schon einiges an Disziplin ab.

„Aber man lernt auch viele nette Leute dadurch kennen“, meint Obermoser, „so werde ich z.B. jeden Tag von zahlreichen Eltern und Schülern freundlich gegrüßt und auch der tägliche Kontakt der Busfahrer des Mariazeller Linienbusses gehören zum morgendlichen lieb gewordenen Ritual.

Die Kinder sind unsere Zukunft und ich achte immer besonders auf sie, ich hoffe doch sehr, dass auch in den kommenden Jahren nichts passieren wird und appelliere auch dementsprechend an die Verkehrsteilnehmer“, meint der Jubilar, der selbst Vater von zwei Kindern ist.

Bürgermeister LA Josef Balber bedankte sich herzlich bei Obermoser für seine langjährigen Tätigkeiten als Schulwart und Schülerlotsen.

Viele Gemeinden werden Altenmarkt aber ganz besonders um ihren Schülerlotsen beneiden, nicht jede Gemeinde ist in der glücklichen Lage jemanden zu finden, der die Verantwortung eines Schülerpolizisten auf sich nehmen will.

Der Schlossherr

Berndorf: Das Kind im Manne dürfte bei Liedermacher und Buchautor Markus Leshem besonders ausgeprägt sein.

So erwarb der 40ig jährige Markus eine LEGO Bausteinburg, die aus tausenden Steinen besteht und baute sie unter großen Zuspruch seiner Facebook Freunde zusammen.

"Mich hat erst vor einem knappen Jahr an meinem 40. Geburtstag das LEGO-Fieber gepackt. Seither baue ich in meiner Freizeit an diversen Modellen. Vor allem STAR WARS Raumschiffe und Szenen aus den Filmen. Aber auch mal andere Sachen. Eines meiner schönsten Stücke ist z. B. ein Schachbrett mit Figuren komplett aus LEGO. Aktuell sitze ich an Schloss HOGWARTS, der Schule für Zauberei und Hexerei aus HARRY POTTER. Das Schloss ist das zweitgrößte jemals veröffentlichte Set von LEGO und beinhaltet 6.020 Teile. Die Midlife Crisis hat mich mit 40 zum Glück nur gestreift. Und LEGO kommt mir billiger als ein Ferrari. Obendrein beruhigt es mich ungemein. Wenn ich am Bauen bin, dann setz ich mir meine Brille auf, dreh mein Arbeitslamperl und einen guten Film auf und die Welt rundherum verschwindet. Das ist sehr entspannend", meint der 40ig jährige kleine Markus.

Bei manchen Kommentar auf Leshems Baufortschritten und Facebook Postings las man klar und deutlich heraus, dass es mehrere erwachsene Buben jucken würde, sich seine eigene kleine Welt zu bauen.

ERICH WAGINGER  -

DER MALENDE MEISTERKOCH

Hernstein: In Berndorf und Umgebung kennt man Erich Waginger einfach und viele ließen sich von ihm in seinem ehemaligen Restaurant "Zum goldenen Hahn" kulinarisch verwöhnen. Viele Gäste kamen aber auch, um Erich Wagingers Bilder und Werke zu bewundern.

Es waren nicht irgendwelche Gäste, sondern die Spitzen der Kunst- u. Kulturszene und des gesellschaftlichen Lebens. Unter anderem gaben sich Kurt Jürgens, Felix Dworak, Chris Lohner, sämtliche Schauspieler des Berndorfer Kaiser Franz Joseph Theaters, Ludwig Attersee, Kurt Welther, Barbara Karlich, Christoph Fälbl, Reinhard Fendrich, und Waltraud Haas im goldenen Hahn ein Stelldichein, um nur einige zu nennen.

An einige "Gschichtln" erinnert sich der Künstler besonders gerne. Waginger wurde auch im ORF bei der damaligen Kochsendung "Meisterkochen" vorgestellt und er malte vor der Performance sein Hauptgericht an einer Staffelei. "Als mich der Regisseur aufforderte mit dem Kochen zu beginnen, drehte ich mich um und antwortete:

"Moment i kumm glei, drehte mich wieder zum Bild, malte noch den Rotwein ins Glas, legte den Pinsel zur Seite und

begann zu kochen.

Oder gelacht haben wir auch über die Geschichte, wie Curt Jürgens mein Lokal entdeckte. Er suchte das "Blaue Huhn" in Berndorf, weil ihm am Golfplatz von einem hervorragenden Lokal in Berndorf vorgeschwärmt worden war, nämlich dem "Goldenen Hahn" - Jürgens verwechselte das Federvieh und suchte verzweifelt nach dem Gockellokal. Die St. Veiter Feuerwehrjugend eskortierte Jürgens samt Gattin dann bis vor die Tür des "Goldenen Hahns" und so wurde Curt ein langjähriger Stammgast meines Lokals.", so der launige Künstler.

Waginger machte sich auch als Musiker einen Namen

Der Autodidakt ERICH WAGINGER wurde in Berndorf geboren, besuchte das Realgymnasium und führte

nach Lehrjahren im Hotel Bristol Wien und Auslandsaufenthalten mit großem Erfolg bis zu seinem Pensionsantritt sein Lokal das in Berndorf.

Heute lebt und arbeitet er in Hernstein.

Erste Impulse mit dem Malen zu beginnen entstanden bei Prof. Erwin Koudela und beim Besuchen und Organisieren

von Ausstellungen bekannter Künstler wie: Franz Bueb, Prof. Kurt Regscheg, Christian Ludwig Attersee, Kurt Welther,

Goldkünstler Klaus Karma oder Oskar Czerwenka und Theo Braun

Die Spontanität des Aquarellierens und die Geheimnisse der Lichteinwirkung faszinieren und werden kreativ umgesetzt.

Durch Neugier entstehen unbefangene Aquarelle, Tuscheskizzen und Collagen in Acryl mit kompositorischen Akzent und Raumwirkung.

So werden mediterrane Reiseeindrücke ebenso wie Naturbeobachtungen, Kellergassen und Mitmenschen zu Papier gebracht.

 

Ausstellungen ( Auszug )

 

Weingut Gager - Deutschkreuz

Weingut Johann Gisperg - Teesdorf

Gewog Arthur Krupp - Berndorf

Alte Mühle - Kapfenberg

Festspielhaus - Bregenz

Weingut Auer - Tattendorf

Kult-tour im Zentrum - Berndorf

Gebietsvinothek Freigut Thallern

Atellier&Gallerie Bajadere - Neuhaus

Kunst in der Ordination- Internist Dr.Harald Greiner - Berndorf

Einige Werke von Erich Waginger

Kamerad Franz Obermaier erhielt große Auszeichnung

Mit einer hohen Auszeichnung wurde Franz Obermaier, Obmann des Ortsverbandes Oberes Triestingtals und Bezirksobmann des Bezirkes Pottenstein bedacht.

Obermaier wurden für seine Verdienste von der Bundesvereinigung Kameradschaft "Feldmarschall Radetzky" das "Komturkreuz der Militärklasse" des Radetzkyordens verliehen.

Der rührige Kamerad hat sich diese Auszeichnung wohl verdient, der Kameradschaftsbund Oberes Triestingtal darf sich über 54 aktive Mitglieder freuen, die sich um die Pflege der Kriegerdenkmäler kümmern, bei Begräbnissen ihren Kameraden die letzte Ehre erweisen und auch bei Prozessionen teilnehmen.

Nicht vergessen darf man aber die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Obermeier mit seinen Kameraden zu frönen verstehen.

Das Komturkreuz wurde am 2. November 1966 zum 200. Geburtstag des Feldmarschalls Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf RADETZKY von RADETZ vom Gründer und Zentralobmann der Kameradschaft "FELDMARSCHALL RADETZKY", Alexander Wolfgang RITTER gestiftet. Der Orden wird sehr selten verliehen, um so größer ist die Freude von Kameraden Obermaier, der diese Auszeichnung auf jeden Fall verdient hat

Andrea Sattler ist die neue Leiterin der NMMS Weissenbach

Mit Dipl.Päd. Andrea Sattler zog nicht nur eine fesche Direktorin in die Musikhauptschule Weissenbach, sondern auch eine äußerst liebenswürdige und freundliche.

 

Die sportliche Blondine (geb. 1966) wohnt in Achau, ist seit 30 Jahren verheiratet, hat zwei Söhne und einen Hund, mit dem sie gerne spazieren geht.

Sattler war zuletzt als Lehrerin in der NMS Guntramsdorf tätig, ihre Fächer sind Deutsch, Englisch, Bewegung und Sport. Sie ist aber auch Trainerin für  Wirbelsäulengymnastik und gibt dementsprechende Kurse.

"Für mich stehen auf alle Fälle die Kinder und die gute Zusammenarbeit mit dem Kollegenteam im Vordergrund. Ich wollte immer schon in einer familiären, kleineren Schule, wie die in Weissenbach sicherlich ist, Leiterin sein", meint die frisch gebackene Direktorin.

Ihre Kollegen sind auf jeden Fall von der zielstrebigen und umgänglichen Chefin begeistert und die Kids lieben ihren Humor und Herzlichkeit.

Priesterweihe von Br. Andreas Maria Ackermann Sam. FLUHM

 

Am 08. April 2018 weihte Kardinal Christoph Schönborn in der Basilika Klein-Mariazell Br. Andreas Maria Ackermann aus der Ordensgemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM zum Priester.

In der überfüllten Basilika dankte er dem scheidenden Bischofsvikar für die Ordensleute Pater Michael Zacherl SJ und begrüßte den neuen Bischofsvikar Pater Gerwin Komma SJ als seinen Nachfolger.

Ein ausgefallenes Grußwort richtete er an den im November verstorbenen Diakon Dr. Franz Eckert, der die Ordensgemeinschaft zeitlebens gefördert hatte. Der Kardinal meinte schmunzelnd, dass dieser wohl vom Himmel aus der Weiheliturgie beiwohne.

Besonders grüßte er auch den leiblichen Priesterbruder des Neupriesters Br. Peter Ackermann mit seiner Familie und ausgehend von den Namen Andreas und Peter, sprach er über die ersten Apostel Andreas und Petrus, die Jesus nachgefolgt waren.

Der Primiziant, gebürtig aus Erfurt in Ostdeutschland, lernte in seiner Kindheit das kommunistische Regime kennen. Kardinal Schönborn hob in seiner Predigt hervor, wie die Jünger sich nach dem Kreuzestod Jesu vor Angst verschlossen hielten. So habe auch die Familie Zeiten der Glaubensverfolgung miterleben müssen.

In seiner Predigt wies er hin auf das besonders schöne Weihedatum:

Das Hochfest der göttlichen Barmherzigkeit, eingesetzt durch Papst Johannes Paul II im Jahr 2000.

Eingehend auf das Evangelium vom Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (Joh. 20,19-31) nannte er drei Punkte, die er dem Weihekandidaten auf seinem priesterlichen Weg mitgeben wollte:

Zum einen die Barmherzigkeit: so wie Jesus den Aposteln nach seiner Auferstehung ohne Vorwürfe wegen ihres Versagens begegnete, solle auch der Primiziant die Barmherzigkeit Gottes den Menschen vermitteln.

Zum zweiten das Vertrauen: Jesus vertraute seinen Jüngern den priesterlichen Dienst an, wohl wissend um ihre menschlichen Schwächen. So solle auch der Primiziant ein inniges Vertrauen in die Kraft Gottes setzen, die durch ihn als Priester wirkt.

Zum dritten die Wunden Jesu: Jesus zeigt den Aposteln seine Wunden als Ausdruck Seiner Leiden und Seiner Liebe. Der Primiziant solle auf die Wunden der ihm anvertrauten Menschen achten und sich bewusst sein, dass auch er als Mensch Wunden habe.

Als Priester, so der Kardinal, soll der Primiziant die Barmherzigkeit Gottes durch sein Leben verkünden.

Der frischgebackene Priester über sich:

Ich bin Br. Andreas Maria Ackermann und bin in Erfurt/ Deutschland  am 16.01.1982 geboren. Hier bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach meinem Schulabschluss habe ich eine dreijährige Ausbildung als Maler und Lackierer gemacht. Danach folgte der Zivildienst den ich im schönen fränkischen Würzburg in der Missionsärztlichen Klinik absolvierte. Sechs weitere Jahre verbrachte ich in Würzburg und arbeitete in einem Familienbetrieb als Maler und Lackierer. In dieser Zeit konnte ich viele Jugendliche kennenlernen die sich in kleinen Gemeinschaften trafen um ihren Glauben zu leben und zu vertiefen. Dabei konnte ich erleben wie lebendig der Glaube sein kann wenn viele Jugendliche zusammenkommen um ihren Glauben zu feiern.

Im Jahr 2008 ging ich dann für ein Jahr als freiwilliger Helfer nach Peru um mich für die ärmsten der Armen einzusetzen. Ich arbeitete dort in einem Kinderheim das von einer Ordensgemeinschaft betreut wurde. Die tägliche Heilige Messe und die tägliche Anbetungsstunde wurden mir hier zu einer großen Kraftquelle und mein persönlicher Glaube konnte sich vertiefen.

Als ich wieder zurück nach Deutschland kam, fand ich gleich wieder Arbeit in Nürnberg. Hier blieb ich noch ein knappes Jahr.

2010 trat ich in die Gemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM ein. Ich begann in Klein Mariazell mit dem Noviziat und konnte anschließend mit dem Theologiestudium in Heiligenkreuz beginnen. Seit Oktober 2016 bin ich nun in Pottenstein in Österreich in einer unserer Niederlassungen unserer Gemeinschaft.

Im Frühjahr 2017 beendete ich mein Studium der Theologie in Heiligenkreuz und wurde am 13. Mai in Klein Mariazell zum Diakon geweiht. Am 8. April 2018 werde ich zum Priester geweiht durch unseren Kardinal Christoph Schönborn.

Ich werde als Aushilfskaplan für die Pfarren Weissenbach/ Furth und Leobersdorf eingesetzt. Am 22. April diesen Jahres werde ich in Weissenbach eine Nachprimiz feiern und am 20. Mai in Furth. Dazu lade ich Sie ganz herzlich ein.

Markus Pechhacker - der Retter

in der Not

Markus Pechhacker braucht wirklich eine wahrlich tolerante Familie, weil sie ihn bei seinen zahlreichen Aktivitäten nicht nur untersützt, sondern auch fast nie zu Gesicht bekommt.

Das Rote Kreuz und die Feuerwehr nehmen  all seine Freizeit komplett in Beschlag.

Seit seinem zwölften Lebensjahr ist Pechhacker leidenschaftlicher Feuerwehrmann und ging alle Funktionen bis zum Kommandant Stellvertreter, den er seit zwei Jahren mit viel Engagement meistert, durch. 

Eine besonders große Aufgabe hat er sich beim Roten Kreuz, wo er seit 1993 als ehrenamtlicher Mitarbeiter tätig ist, aufgehalst. Er hat praktisch von Null auf Hundert das First Responder-Team, also die Ersthelfer bei einem Notfall, aufgebaut.

Er selbst ging sämtliche Ausbildungsgrade beim Roten Kreuz durch und ist seit seit zwei Jahren Bezirkskommandant des Bezirkes Baden.

Aber auch "Retter" müssen  ihren Lebensunterhalt bestreiten. Er ist Leiter der Medizintechnik, Betriebsstättenleiter Stellvertreter und Brandschutzebeauftragter bei Santesis Gebäudemanagement & Service GMBH im Orthopädischen Spital Speising.

 

Für mich stand immer „HELFEN“ an erster Stelle. Deswegen war mein Weg zur Feuerwehr und danach zum Roten Kreuz eine Selbstverständlichkeit.

Zusätzlich war und bin ich nach wie vor sehr gerne mit Freunden zusammen und wir verbinden Kameradschaft und „Helfen“, meint der "Helfer" in allen Lebenslagen. 

Des Kaisers "heimliche" Kapelle -

Peter Kaiser erfüllt sich einen Lebenstraum

Kleinfeld: Einen Lebenstraum verwirklichte sich die Familie Kaiser mitten in der kleinen Ortschaft „Kleinfeld“ Im Triestingtal.

Allen voran das Familienoberhaupt Peter Kaiser, gebürtiger Kleinfelder, beruflicher Baumeister und leidenschaftlicher Heurigenbetreiber und dies in einem echten Baujuwel in Kleinfeld, das sogar mit dem NÖ Dorferneuerungspreis ausgezeichnet wurde und die Aufmerksamkeit zig Medienvertreter und sogar des ORF´s auf sich zog.

Kaiser´s Heuriger ist weit und breit bekannt und verwöhnt nicht nur den Gaumen, sondern vor allem auch das Auge zahlreicher Besucher.

Nach Vollendung dieses architektonischen Meisterwerkes lockten den Baumeister allerdings neue Herausforderungen, die er in Form eines Gewölbe- oder Kuppelbaus umsetzen wollte.

So sollte im Eckpunkt im Gartenbereich des Heurigenanwesens etwas Besonderes entstehen, ein Ort der Stille, der Besinnung und der Möglichkeit sich zurückziehen zu können.

Allerdings wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Eine so absurde Idee konnte nur von einem „Zuagrasten“ kommen und im Übrigen lag der Garten im Grüngürtel. Also somit auch keine Chance auch nur im Entferntesten an ein Bauwerk zu denken.

Aber für Kaiser war genau diese Ablehnung ein besonderer Ansporn und es fand sich bald der geeignete Platz, der auch seine Genehmigung fand. Ein Lagerraum wo einst alte Futtersilos standen, wurde für das Bauvorhaben herangezogen.

So entstand in Kleinfeld die „heimliche“ Kapelle, wie sie von Kaiser genannt wird. „Heimlich“ deshalb, weil sie wirklich still und ohne Aufsehen erbaut werden sollte.

Es wurde getüftelt und geplant, die ganze Familie beteiligte sich in der Ausführung. “, wo alleine schon das Baufundament eine enorme Kunst darstellt. Gewölbe zu planen und vor allem zu bauen, wie es die alten Meister schafften, verlangt auch für einen Baumeister einiges an Können ab.

Tochter Viktoria entwarf die Ornamentik, alle drei Kinder malten die wunderschönen Lichtkuppeln

Die Bautätigkeiten blieben allerdings nicht lange im Verborgenen und erregten selbstverständlich ganz besonders das Interesse der Anrainer und Heurigenbesucher.  

Schon bald trudelten von Nachbarn und Besuchern sakrale Kleinode ein und Kaiser erwarb auch wahre historische Schätze, die in der Kapelle allesamt einen würdigen Platz erhielten.

So findet man auch ein 300 Jahre altes Kirchenfahnenbild, dass Kaiser als kleiner Ministrant in der Grillenberger Kirche vor dem Entsorgungstod rettete und einrahmen ließ. Dargestellt ist darauf die Mariazeller Madonna mit dem Jesus Kind und die Mariazeller Kirche vor der

Barockisierung. Zu finden sind nicht nur äußert seltene Hostieneisen, sondern unter anderem auch historische Gebetbücher aller Glaubensrichtungen, Wachsstöcken, Monstranzen und sogar Messgewänder vom Feinsten.

Bewundern kann man die „heimliche“ Kapelle beim nächsten Heurigenbesuch am 21 – 30. Juli 2017, und den ganzen Werdegang des Baujuwels kann man auch in Peter Kaiser´s Buch „Die heimliche Kapelle“

In Kleinfeld/Berndorf (Kral Verlag) nachlesen.

Triestingtaler Schutzengerltal im japanischen Radio

Das Triestingtal war immer schon sehr traditionsbewusst und ehrt auch seine Geschichte. Überall im Tal sind noch vorhandene Spuren der  Monarchie und des Kaiserhauses. Sei es das Maria Theresia Stüberl in Kaumberg, das Schloß Schönau und nicht zu vergessen das wunderschöne Kaiser Franz Joseph-Theater in Berndorf. Neuerdings zog es auch wieder die Familie Habsburg-Lothringen ins Triestingtal, um genauer zu sein, nach Aigen wo sie ihr ehemaliges Jagdschloss originalgetreu sanierten.

Um sich an die "guade oite Zeit" ein bisschen anzulehnen gründete der Verein "TRIDOK" nun eine Traditionsgruppe. Mit historischen Gewändern wurde die 20ig köpfige Gruppe erstmals am Schutzengerlkirtag in Berndorf präsentiert. Mit Josef Büchsenmeister zog sogar der Kaiser höchstpersönlich mit der Gruppe mit. Niemand geringerer als Herta Margarete u. Sandor Habsburg-Lothringen übernahmen die Schirmherrschaft der historischen Gruppe, die darüber mächtig stolz ist.  

Die Traditionsgruppe wird das Triestingtal mit der Engerlschar am Christkindlmarkt in Steyr am 3. Dezember würdig vertreten und mächtig die Werbetrommel für das Tal rühren.

Vorgestellt wird die Gruppe aber auch in einer Radiosendung der Berndorfer Partnerstadt Ohasama, die mit dem "Kaiser von Berndorf" Josef Büchsenmeister im regen Kontakt stehen.

Sollte jemand mit den traditionsbewussten Triestingtalern mitgehen wollen, kann man sich unter der Tel. 0664/9126577 gerne anmelden.

Die stinkende Schönheit

Herbert Grabner mit seiner stinkenden Schönheit

ENZESFELD: Grabner Herbert ist ein Gartenfan und interessiert sich ganz besonders für ausgefallene Pflanzen.

 

In einem Markt sah er ein kleines Plätzchen, das einsam und verlassen in einer Ecke weilte. Nachdem es nicht viel kostete, erbarmte sich der Hobbygärtner und erwarb es in der Meinung, dass es sich um eine Sukkulentenart handelt.

 

Auf Grund der liebevollen Pflege belohnte ihn die eigenartige Pflanze jetzt nicht nur mit einer Blüte, sondern auch mit einem durchdringenden, penetranten Geruch.

 

Die Pflanze stinkt sozusagen zum Himmel und lockt mit ihrem "Aasgeruch" Fliegen an, die sich auch reichlich einfinden.

 

Nach Recherche im Internet könnte es sich um eine Miniform einer Titanwurz handeln.

 

Das Herz einer Dame kann man mit dieser Pflanze auf jeden Fall nur bei hartgesottenen Botanikerinnen gewinnen.

Kunsthandwerkerin aus Passion

Renate Kolb mit ihren Engerl für den Schutzengerlkirtag in Berndorf
Rauschgoldengerl fertigt Renate Kolb auf Bestellung

Renate Kolb fertigte bereits 1.500 Begrüßungsschutzengerl für den Triestingtaler Schutzengerlkirtag am 1.u.2. Oktober 2016 .

Die ersten 1500 Gäste bekommen jeweils ein Engerl als Dankeschön für ihren Besuch.

Die Kunsthandwerkerin und gelernte Köchin ist ein Schutzengerlfan der ersten Stunde und glaubt auch ganz fest an ihr ganz persönliches Engerl.

Renate Kolb musste  ihr Schutzengerl wegen einer schweren Krankheit allerdings schon sehr oft in Anspruch nehmen. Kürzlich musste Kolb erst wieder auf Reha wo sie zur Ablenkung fleißig Engerl fertigte und auch ihre Leidensgenossen damit verwöhnte.

Kolb sieht in jedem Material etwas besonderes, sammelt es auch überall zusammen, sei es in der Natur oder auch in jedem Bauhaus. Kein  Mascherl Bockerl oder sogar Fliegengitter, aus dem die Engerlflügerl entstanden, ist vor ihr sicher. Ihre Kreativität zeigt sich auch bei ihren Brötchen, die sie für Events anbietet.

Ihr eigenes Schutzengerl hat zurzeit wieder allerhand Aufgaben bei Renate Kolb zu bewältigen die sie bestimmt auch wieder bewältigen wird.

Bruder Josef Failer -

über Weißrussland ins Triestingtal

Bruder Josef Failer ist in seinen Pfarrgemeinden sehr beliebt

WEISSENBACH/FURTH:  Einen weiten, nicht immer leichten Weg ging Pfarrer Josef Failer bis er im Triestingtal zwei Pfarren übernahm.  

Als  Bruder Josef  als Bub im kleinen Bayerndorf Erlingshofen (bayrischen Schwabenland)  zu ministrieren begann dachte er wohl noch nicht, dass ihn der liebe Gott einmal auf eine weite Reise schicken würde. Und doch sollte es so kommen.

Bruder Failer wuchs in der rund 1000 Seelengemeinde in Bayern mit 8 Geschwistern als ältester Sohn wohlbehütet und sehr gläubig auf.  Der Vater war Lagerhalter und die Mutter im vollen Einsatz mit Gatten und neun Kindern.

Der stets Mathematik- u. physikbegeisterte Josef begann nach der Grundschule dementsprechende Studien  und erzielte auch Bestnoten.  Das Einzige was ihn bei diesen Gegenständen allerdings  störte war die Erkenntnis, dass alle Erfindungen zum Guten aber auch zum Bösen benutzt werden können. Beim Priesteramt hingegen wäre dies nicht der Fall, ein Priester kann seine Fähigkeiten zum Guten und nicht zum Bösen verwenden. „Der Priester soll die Menschen so führen, dass sie ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zum Guten verwenden. Somit war der berufliche Werdegang,  oder besser gesagt,  Bruder Failers Berufung, besiegelt.  Angst hatte er allerdings vor den Predigten, vor jedem Referat hatte er nämlich schlaflose Nächte. "Nach der Priesterweihe fühlte ich großen Beistand des Heiligen Geistes und hatte die Angst vor einer Rede gänzlich verloren", meint der sympathische Pfarrer  lachend .

Bedenken hatte er auch davor, ob das Theologiestudium nicht zu trocken wäre und auch ob er das Zölibat einhalten können wird.

Mit 22 Jahren lernte Failer die Gemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM bei der Wallfahrtskirche Maria Feldblume in der Nähe von Ulm kennen und verspürte, dass er in dieser Gemeinschaft  seinen Platz im Leben finden wird.  Der FLUHM Orden übersiedelte nach Rom, wo Failer auch seine Studien Philosophie, Theologie und Recht absolvierte.

Failers Kirche in Weißrussland

"Rom war eine schöne, erlebnisreiche Zeit", meint Bruder Failer.  Nach dem Abschluss und einer kleinen Zwischenstation als Hilfspriester sollte für den jungen Mann ein gänzlich neuer Lebensabschnitt beginnen.

Er wurde von seinem Ordens nach der Perestroika einberufen, um als Missionar eine Niederlassung in Deretschin in Weißrussland  aufzubauen. Eine große Herausforderung für einen Priester ohne Russischkenntnisse und einer Bevölkerung die den Deutschen sehr skeptisch entgegenstand. Failer erlernte rasch die Sprache und konnte sehr schnell auch den Respekt und das Vertrauen der Bevölkerung erlangen. Große Hochachtung erlangte Failer durch seine umfangreichen humanitären Maßnahmen, so organisierte er den Transport und die Verteilung von vielen Tonnen  Bekleidung, Lebensmittel, Nähmaschinen, Spielzeug, Ferienaufenthalte, Kreuze, Kerzen und sogar von 3000 Fahrrädern die von Österreich, Deutschland und Italien gespendet wurden. Failer erbaute auch eine Kirche in Weißrussland, wo er 40 Dörfer mit 700 Katholiken betreute.

Nach 10 Jahren in seiner weißrussischen Heimat sollte sich Ende Juli 2004  das Blatt für Bruder Failer auf Geheiß seines Ordens  wenden, er wurde abberufen. Nicht nur bei der Bevölkerung war der Abschied mit Tränen verbunden,  auch Failer nahm nicht gerne Abschied.

 

Bruder Josef Failer bei einem Treffen mit Papst Paul Johannes II
Bruder Failer ist ein sehr weltoffener Pfarrer - hier bei der Schutzengerlausstellung mit dem offiziellen Triestingtaler Schutzengerl 2014/15 "Iris I."

Nach einem kurzen Abstecher in Krakau verschlug es Bruder Failer im Jänner 2006 nach Klein-Mariazell, den Stammsitz des FLUHM Ordens, wo er den damals erkrankten Pfarrer Rudi Fleck vertrat. 

Auf seiner Lebensreise lernte Br. Josef viele Sprachen: Englisch in der Schule, Polnisch in der Gemeinschaft, Italienisch beim Studium in Rom, dazu noch Latein; Russisch und Weißrussisch auf seiner Mission und Spanisch für seine Wallfahrten nach Mexiko.


 

Im September 2007 übernahm Bruder Failer die Pfarren  Weissenbach und Furth.

2010 kehrte Unruhe in seine mittlerweile wieder beschauliche Welt: sein Orden erlaubte ihm, nach Weißrussland in seine einstigen Pfarrgemeinden zurückzukehren -  zur Freude der dortigen Bevölkerung . Das dürfte aber der weißrussischen Regierung ein Dorn im Auge gewesen sein, FLUHM bekam keine Aufenthaltsgenehmigung und kam somit wieder ins Triestingtal zurück. (weil der von BGM Miedl gespendete Jausenkorb zu klein war, das nur ein Scherz)

Bruder Josef  wird in seinen Pfarren Weissenbach und Furth als weltoffener,   sympathischer  Priester sehr geschätzt. Zur Zeit freut er sich schon auf die Fertigstellung des neuen Weissenbacher Pfarrheimes, das am 10. April um 11 Uhr von Bischofsvikar Rupert Stadler gesegnet und eröffnet wird.

Die Geisterjägerin von Berndorf

BERNDORF: Gabriele Kühmayer hat eine ganz seltene Gabe, sie spürt Seelen durch das Ausräuchern.  Es dürfte  sich um Energiefelder handeln die Kühmayer ganz stark wahrnehmen kann. Diese Seelen oder Geister wie sie Kühmayer scherzhaft nennt, wollen den Menschen meistens etwas mitteilen.

Das ist keinesfalls ein Scherz, Kühmayer kam durch einen Quantenheilungskurs auf ihre Fähigkeiten  diese Seelen zu spüren, die von Kühmayer  meistens als schwarze Schatten wahrgenommen werden. Eine Quantenheilung kann sehr wohl an Menschen aber auch in Räumen oder bei Tieren vorgenommen werden, z.B. auch bei Schmerzen oder Unbehagen.

Erst durch diese Bewusstseinsbildung entwickelte sich bei Kühmayer auch die Gabe, Seelen oder Geister, wie sie manche auch nennen, oder Energiefelder zu spüren.

 

"Meistens necken mich  diese "Geister",  schupsen  oder drehen mir das Licht ab. Sie machen überhaupt gerne  Scherze mit mir. Ich hab ihnen die verschiedensten Namen gegeben, z.B. Maumau" meint die quirlige Berndorferin scherzhaft,  die im Übrigen mit  beiden Beinen im Leben steht.

Als Kühmayer 2012 ein Haus ausräucherte verspürte sie zum ersten Mal solche Wahrnehmungen. " Ich sah wie der Haushund von einem dunklen Etwas regelrecht belagert wird, ich konnte den Hund aber von dieser negativen Energie befreien seitdem ist er viel ausgeglichener.

 Erstmals war ich ja  zutiefst erschrocken und ich konnte mit diesen Situationen noch  nicht so recht umgehen,  aber mit der Zeit  lernte ich mit den "Geistern" zu leben und merkte dass ich sie auch erlösen kann.  Ich spüre sogar dass sie dafür dankbar sind ich habe auch das Gefühl dass sie dafür auf mich achten,  sie sind ja nicht bösartig und wollen ja auch zur Ruhe kommen.  Wenn man mit so einer Gabe nicht umgehen kann, könnte es einem schon sehr beunruhigen.  Ich mache das ja bei meinen Freunden die das wollen und hab schon die tollsten Sachen erlebt, besser gesagt gefühlt. Es sind Emotionen die ich spüre, die ich halt unterschiedlich  nenne.  

Symbolfoto

Bei meiner Freundin wohnte eine Seele  die den Sohn des Hauses in Beschlag genommen hat, den Geist musste ich des Hauses verweisen. Seit dem fühlt sich der Junge wohl in seinem Zimmer.  Man nennt sie ja auch nicht umsonst oft Quälgeister, obwohl man keine Angst vor ihnen zu haben braucht. "

Die immer gut gelaunte Pflanzenfachverkäuferin arbeitet ständig an ihren Fähigkeiten, kann auch Karten legen und ausräuchern. Keinesfalls düst sie mit einem riesen Staubsauger wie die Ghostbusters durch die Häuser um die Geister einzusaugen, sie verweist sie lieber sanft aus den Räumen ins Freie und erlöst sie damit von einem ungewollten Dasein . Sollte jemand einen unerwünschtes "Etwas" vertreiben wollen, hilft Gabriele Kühmayer gerne, dies gilt aber keineswegs für etwaige  Lebenspartner oder Arbeitskollegen, meint  die sympathische Geisterjägerin  lachend.  Zu erreichen ist Kühmayer unter der Tel. 06602935015

 

 

Maria Grill -

ein Berndorfer Original feierte ihren Hunderter

Maria Grill ist mit ihren 100 Jahren noch putzmunter und zum Großteil wohlauf und kann einiges an Geschichte erzählen. Liebevoll nennt man sie auch die Chronik Berndorfs.

Sie weiß sogar  noch ihren ersten Gehalt den sie mit 14 Jahren in der Hirtenberger Patronenfabrik erhielt, es waren genau 16,45 Schillinge pro Monat, erzählt sie lachend. Sie erinnert sich auch noch wie sie nach dem Krieg von den Bauern Proviant nach Hause brachte und den auch mit ihren Nachbarn teilte. Bis nach Mank ging sie zu Fuß um möglichst Viele  versorgen zu können. Sie eignete sich im Laufe der Jahrzehnte ein enormes Wissen  über Berndorf an, vieles davon lernte sie durch ihren Beruf als Briefträgerin.

Maria Grill ist die Tante des mittlerweile verstorbenen Berndorfer Stadtbaumeisters Franz Bichler, den sie liebevoll Franzi nannte und  als ihren Ziehsohn betrachtete. Dementsprechend war ihre Trauer nach dessen Tod, der sie täglich im Pflegeheim besuchen kam und sich rührend um sie kümmerte. Seinen Platz nimmt jetzt der junge Clemens Fellner-Feldegg ein, auch er kommt jeden Tag zu seiner "Ziehmutti"

Seit mittlerweile 10 Jahren lebt Maria Grill bereits im Landespflegheim Berndorf und man merkt ihr an, dass sie sich dort sehr geborgen und wohl fühlt. Dass man sie regelrecht hofiert, liegt besonders an  ihrer netten Art.  

Bei ihrer Geburtsfeier stellen sich nicht nur ihre Verwandten aus England und viele Freunde ein, sondern auch Bürgermeister Hermann Kozlik, Mag. Astrid Brandstetter von der BH-Baden, Stadtamtsdirektor Franz Grill und Harald Gabriel von der Sparkasse Berndorf.

eingestellt am 10.9.2015

DIE HERNSTEINER HABSBURGER

Prinzessin Herta-Margarete Habsburg-Lothringen

HERNSTEIN/ALKERSDORF:

Das kleine Dörfchen Alkersdorf in der Marktgemeinde Hernstein darf sich über eine Familie freuen die  ein Baujuwel geschaffen hat; das eine Bereicherung für die gesamte Triestingtalregion werden wird.

 

Die Familie Sandor und Herta Margarete Habsburg-Lothringen baute und restaurierte das ehemalige Jagdhaus der Familie von der Pieke auf und wird Teile der riesigen, wunderschönen  Anlage auch der Allgemeinheit zugänglich machen.

Die kräuterkundige  Hausherrin pflegt und hegt höchstpersönlich nicht nur ihren geliebten Garten, sondern entwarf auch liebevoll sämtliche Anlagen, die das riesige Anwesen umfasst. Zur Zeit glänzt das Haupthaus samt sämtlichen Nebengebäuden bereits in stilvoller Eleganz und auch die Gartenanlage verspricht mit ihren verschiedensten Kraftplätzen eine einmalige Pilgerstätte zu werden, in dem auch eine Kapelle samt Schutzengel stehen wird. 

Ritterspiel der Esterhazy Husaren

Die Anlage wird erstmals am 4. Juli 2015 einem geladenen Publikum präsentiert, wobei die Kickinger Crew mit  dem Traditionsverband die  Esterhazy Husaren mit einem Ritterspiel brillieren werden.

In den nächsten Jahren ist ein Museum geplant und  die Fam. Habsburg-Lothringen legt großen Wert die Sehenswürdigkeiten der umliegenden Gemeinden mit einzubinden.

Die "Hernsteiner Habsburger Familie", wie sie in der Marktgemeinde  oft genannt werden,  hat ihren Hauptwohnsitz in Liechtenstein. Sandor Habsburg- Lothringen ist  mit dem englischen Königshaus verwandt und steht auch in dessen Thronfolge. Er stammt in der 5. Generation von der Königin Viktoria, in der 8. Generation von Kaiserin Maria Theresia und ebenfalls in der 8. Generation von Katharina der Großen von  Russland ab. Er ist der Urenkel des Rumänischen Königs Ferdinand I, seine Urgroßmutter war Prinzessin Maria v. Sachsen-Coburg-Gotha. Sandors Großvater war auch der Besitzer des Schlosses Hernstein und seinem Vater wurde vor einigen Jahren das Schloss Bran,   im Volksmund auch als Dracula Schloss bekannt, zurückgegeben.

Weltweit, außer in Österreich wo das Tragen von Adelstitel verboten ist,  wird die Familie Sandor

und Herta Margarete Habsburg-Lothringen als Sandor

Archduke of Austria, Prince of Tuscany and Herta Margarete Archduchess of Austria, Princess of Tuscany

angesprochen.

 

Sandors Gattin Herta Margarete Habsburg-Lothringen ist nicht nur eine starke Persönlichkeit, sondern auch charmante  Botschafterin der "Flamme des Friedens":

Eingestellt am 7.5.2015

Der Further Holzschnitzer (März 2015)

FURTH: Eine kleine Werkstatt, fein säuberlich aufgereihte Schnitzmesser, ein alter gebückter Herr mit einem totem Stück Lindenholz in der Hand, dem gerade Leben eingehaucht wird.

 

So geschieht es im idyllischen Haus des Further Hergott- u. Figurenschnitzers Walter Reischer, früher meistens nach seinem harten Tagwerk als Forstarbeiter und Landwirt, heute je nach Gemütsverfassung.

 

Trotz seines hohen Alters von stolzen 83 Jahren hat der Schnitzer nichts an seinem Können und seiner Vorstellungsgabe eingebüßt.

 

Mit einem glückseligen Lächeln sitzt Walter Reischer in seiner Meister Eder Werkstatt vor seinem Werkstück, aus dem bereits die Umrisse eines Herrgotts zu erahnen ist.

 

Das alte Schnitzmesser, ein altes Erbstück seines Vaters, dient ihm alt Lieblingswerkzeug.

 

Solange der Hobbykünstler zurückdenken kann, beschäftigte sich der 83jährige mit der Schnitzerei. Schon als kleiner "Hoiterbua" versuchte er seine ersten Werke. Damals noch hauptsächlich Tiere und später dann viele sakrale Figuren, aber auch Motive aus dem täglichen Leben. Da springt einem zum Beispeil förmlich ein Pecher bei seiner Arbeit ins Auge, oder ein nachgeschnitzter "Sautanz".

 

Das künstlerische Talent dürfte Reischer von seinem Vater Karl geerbt haben, der seinerzeit bereits mit wunderschönen geschnitzten, meistens sakralen Figuren für Furore sorgte.  

 

Einige Zeit ließ die Schnitzerleidenschaft von Walter Reischer etwas nach, aber das Entstehen des Triestingtaler Schutzengerltals motivierte ihn derart, dass er wieder zu schnitzen begann und zwar wie könnt es anders sein, auch Schutzengerl. Zu bewundern sind seine Werke in Furth, direkt an der Via Sacra unter vorheriger

Anmeldung unter 02674/88417

Anni Faber -

die letzte Berndorfer Schaustellerin

(März 2015)

Adolf Groi

BERNDORF: Weder Aussehens mäßig noch wesensmäßig würde man Anna Faber ihre 90 Jahre abnehmen, wenn sie es nicht belegen könnte. Die fesche Seniorin tanzt, fährt ein paar Mal im Jahr auf Urlaub, macht Gymnastik, pflegt zahlreiche Freundschaften - mit einem Wort - sie ist putzmunter und manche 20ig jährige würde sie um ihre Lebensfreude beneiden.

Anna Faber wurde 1925 in Wien geboren und ist die Tochter der Schaustellerfamilie Groi und die Enkelin des letzten privaten Wiener Riesenradbesitzers. Sie selbst betrieb mit ihrem Gatten, dem Berndorfer Stadtpolizisten Walter Faber, bis zu dessen Pensionierung (ca. 1976) noch eine mobile Schießbude.

Anna Groi fertigte die Papierblumen für die Schießbude noch höchstpersönlich

Begonnen hat die Familiengeschichte im Wiener Prater, wo Fabers Großvater Josef Groi mit fünf anderen Besitzern unter anderem auch das Wiener Riesenrad, Schaukeln, Karussells und Schießbuden betrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte niemand Geld für Vergnügungen und ihr Großvater hatte große Mühe den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Dessen Sohn (Anni Fabers Vater) Adolf Groi übernahm mit seiner Gattin, der Seidenfabrikantentochter Anna, geb. Schneiter, die Geschäfte und baute mit großem Fleiß den Betrieb mühselig wieder auf. Er war mit seiner Familie und seinen Gerätschaften auf zahlreichen namhaften Festen in fast ganz Europa unterwegs, den Standort im Prater musste man allerdings aufgeben. In den 40iger Jahren wurde eines der Groi - Karussells sogar von einer Filmgesellschaft für die Operette "Wiener Blut" mit Hans Moser angemietet und ging somit auch in die Filmgeschichte ein.

Die mobile Orgel im Berndorfer Stadtpark
Anni und Walter Faber

Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch bei der Schaustellerfamilie seine Spuren. Die Russen beschlagnahmten nach dem Krieg ihr Wohnhaus. Der Standplatz in Schwechat war sehr kostenintensiv und man war auf der Suche nach etwas Geeignetem, so landete 1951 man in Berndorf.

Der damalige Bürgermeister Konrad Nimetz erkannte in Adolf Groi seinen ehemaligen Kriegskameraden und vermittelte ihm den Standplatz im Theaterpark Berndorf, wo die Familie einen Vergnügungsplatz mit zahlreichen Gerätschaften und einem elektrischen Autodrom mit sechs wertvollen Autos betrieb. Für die Schießbuden gab es als Preise Blumen aus Papier die Anni Fabers Mutter selbst herstellte. Zwei Schäferhunde wachten über die Kassen und die Berndorfer Polizei wollte diese sogar als Diensthunde ankaufen, so lernte Anni ihren späteren Mann den Stadtpolizisten Walter Faber kennen, der nicht nur an ihrem Hund großes Interesse zeigte, sondern auch an der quirligen Schaustellertochter und sie auch heiratete.

Anni Fabers "Uschi" wurde mehrmals mit Gold gekürt
die mobile Schießbude von Anni und Walter Faber

Die Familie bewohnte das ehemalige "Fitscha-Haus" in der Leobersdorferstraße. Nach dem frühen Tod des Vaters Adolf mit nur 66 Jahren, litt der betagte Lieblingshund dermaßen am Verlust seines Herrchens, dass man sich schweren Herzens entschließen musste, ihn einzuschläfern. Die Witwe musste die meisten Gerätschaften verkaufen, Tochter Anni, die hauptberuflich in Wien arbeitete und Walter Faber behielten lediglich eine mobile Schießbude bis zu dessen Pensionierung als Stadtpolizist 1976.

Langweilig wurde der Fam. Faber aber trotzdem nicht, sie fuhren mit ihrer geliebten Dackelhündin "Ilonka von der Diensthütte" "Uschi" einer mehrfach ausgezeichneten Goldpreisträgerin durch halb Europa zu Hundeausstellungen. Nachfolger "Pauli von der Diensthütte" war auf vielen Urlaubsreisen treuer Begleiter seiner Familie.

Anni Faber ist seit 2003 Witwe, trauerte innig, ihr Lebensmut ließ sie aber nicht verzweifeln, im Gegenteil sie macht das Beste aus ihrer Situation und so mancher Unzufriedener könnte sich ein Beispiel an ihr nehmen.

 

Züricher Schnitzerl aus der Casa Italia

Die Fetzenkammer findet man auf FB unter

"Erste Berndorfer Fetzenkammer"

KATER LAUSER

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