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GESELLSCHAFT/LEUTE UND TRIESTINGTALER ORIGINALE,

Teil II (ab 2015)

Raika ehrt Dir. Johann Fließenschuh

Die diesjährige Generalversammlung der Raiffeisenbank Oberes Triestingtal wurde auf der Burg Neuhaus am 1.7.2017 abgehalten.   Die beiden Geschäftsleiter Dir. Johann Fließenschuh und Dir. Eduard Kocher präsentierten  den überaus positiven Geschäftsbericht.  Im Vorfeld gab der Obmann der Burgfreunde einen eindrucksvollen Rückblick auf die bisher durchgeführten Sanierungsmaßnahmen in der Burg. Zum Abschluss  durften die rund 50 Mitglieder und Besucher noch zahlreiche Ehrungen miterleben, dabei war die Ehrung von Direktor Johann Fließenschuh, der seit 40 Jahren das Geschick der Raika Oberes Triestingtal mitlenkt ganz besonders rührend. Fließenschuh kam gleich nach der Schule auf die Raika Filiale in Weissenbach und blieb ihr bis heute treu. Er wurde mit kleinen Videobotschaften seiner Arbeitskollegen, Freunde, seinem Sohn und seiner Mutter überrascht und war sichtlich berührt.

Zum krönenden Abschluss durften sich die Besucher bei einem vorzüglichen Buffet, ausgerichtet von den guten Geistern der Burg Neuhaus, laaben.

Des Kaisers "heimliche" Kapelle -

Peter Kaiser erfüllt sich einen Lebenstraum

Kleinfeld: Einen Lebenstraum verwirklichte sich die Familie Kaiser mitten in der kleinen Ortschaft „Kleinfeld“ Im Triestingtal.

Allen voran das Familienoberhaupt Peter Kaiser, gebürtiger Kleinfelder, beruflicher Baumeister und leidenschaftlicher Heurigenbetreiber und dies in einem echten Baujuwel in Kleinfeld, das sogar mit dem NÖ Dorferneuerungspreis ausgezeichnet wurde und die Aufmerksamkeit zig Medienvertreter und sogar des ORF´s auf sich zog.

Kaiser´s Heuriger ist weit und breit bekannt und verwöhnt nicht nur den Gaumen, sondern vor allem auch das Auge zahlreicher Besucher.

Nach Vollendung dieses architektonischen Meisterwerkes lockten den Baumeister allerdings neue Herausforderungen, die er in Form eines Gewölbe- oder Kuppelbaus umsetzen wollte.

So sollte im Eckpunkt im Gartenbereich des Heurigenanwesens etwas Besonderes entstehen, ein Ort der Stille, der Besinnung und der Möglichkeit sich zurückziehen zu können.

Allerdings wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Eine so absurde Idee konnte nur von einem „Zuagrasten“ kommen und im Übrigen lag der Garten im Grüngürtel. Also somit auch keine Chance auch nur im Entferntesten an ein Bauwerk zu denken.

Aber für Kaiser war genau diese Ablehnung ein besonderer Ansporn und es fand sich bald der geeignete Platz, der auch seine Genehmigung fand. Ein Lagerraum wo einst alte Futtersilos standen, wurde für das Bauvorhaben herangezogen.

So entstand in Kleinfeld die „heimliche“ Kapelle, wie sie von Kaiser genannt wird. „Heimlich“ deshalb, weil sie wirklich still und ohne Aufsehen erbaut werden sollte.

Es wurde getüftelt und geplant, die ganze Familie beteiligte sich in der Ausführung. “, wo alleine schon das Baufundament eine enorme Kunst darstellt. Gewölbe zu planen und vor allem zu bauen, wie es die alten Meister schafften, verlangt auch für einen Baumeister einiges an Können ab.

Tochter Viktoria entwarf die Ornamentik, alle drei Kinder malten die wunderschönen Lichtkuppeln

Die Bautätigkeiten blieben allerdings nicht lange im Verborgenen und erregten selbstverständlich ganz besonders das Interesse der Anrainer und Heurigenbesucher.  

Schon bald trudelten von Nachbarn und Besuchern sakrale Kleinode ein und Kaiser erwarb auch wahre historische Schätze, die in der Kapelle allesamt einen würdigen Platz erhielten.

So findet man auch ein 300 Jahre altes Kirchenfahnenbild, dass Kaiser als kleiner Ministrant in der Grillenberger Kirche vor dem Entsorgungstod rettete und einrahmen ließ. Dargestellt ist darauf die Mariazeller Madonna mit dem Jesus Kind und die Mariazeller Kirche vor der

Barockisierung. Zu finden sind nicht nur äußert seltene Hostieneisen, sondern unter anderem auch historische Gebetbücher aller Glaubensrichtungen, Wachsstöcken, Monstranzen und sogar Messgewänder vom Feinsten.

Bewundern kann man die „heimliche“ Kapelle beim nächsten Heurigenbesuch am 21 – 30. Juli 2017, und den ganzen Werdegang des Baujuwels kann man auch in Peter Kaiser´s Buch „Die heimliche Kapelle“

In Kleinfeld/Berndorf (Kral Verlag) nachlesen.

Ernst Höger - Vom Lehrbaum zum Landeshauptmannstellvertreter

BERNDORF: Rund  100 Millionen Euro brachte  Ernst Höger (1945 geb.) während seiner Amtszeit ins Triestingtal. Alleine 73 Millionen davon nach Berndorf

Höger legte am politischen Sektor eine Bilderbuchkarriere hin, mit Charme und Geschick schaffte es der ehemalige Maschinenschlosser Lehrling sogar zum SPÖ-Obmann von NÖ, Bundesparteivorsitzenden STV der SPÖ und Landeshauptmannstellvertreter von Niederösterreich.  

Als ehemaliger St. Veiter, späterer Veitsauer und jetziger Berndorfer lagen ihm seine Heimatgemeinden naturgemäß besonders am Herzen und das wirkte sich besonders für die Krupp Stadt Berndorf besonders sehr positiv aus, aber auch für das gesamte Triestingtal.

Nicht nur alle Krupp Gebäude konnten Dank Högers Position im Land als Gemeinde- u. Baureferent  komplett saniert werden, es wurden auch neue geschaffen. Höger brachte alleine nach Berndorf 1400 Wohnungen, mehr als der damalige Fabriksherr Krupp.

Das Ernst Höger Sozialzentrum, das Bundesrealgymansium, Gründung der Sommerspiele Berndorf, Sanierung des Stadttheaters Berndorf und so vieles mehr, das die Liste  Seiten verschlingen würde.

In den krisenhaften 80er Jahren kämpfe er unermüdlich an der Seite der Betriebe des Triestingtales, so konnten zahlreiche Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Höger konnte immer sehr gut mit den politischen Mitbewerbern, so verbindet ihm eine enge Freundschaft mit Landeshauptmann a.d. Erwin Pröll und auch mit dessen  Vorgänger Siegfried Ludwig konnte Höger sehr gut zusammenarbeiten. Durch die Hauptstadtgründung in St Pölten und Regionalisierung kam ein gewaltiger Aufschwung nach  Niederösterreich, so Höger.

Trotz bester und sogar freundschaftlichen Umgang mit den Schwarzen, wurde Höger ein "Kleiner Schwarzer" zum Verhängnis und zwar in Form eines schwarzen Zecken. Höger erkrankte schwer an einem Zeckenbiss und erholte sich erst wieder nach einer Herztransplantion. .

Ich vermisse leider bei so manchen Politikern  den gegenseitigen Respekt und auch das ernsthafte Bestreben miteinander für die Bevölkerung arbeiten zu wollen", meint der leidenschaftliche Sozialdemokrat Ernst Höger,  dessen Werdegang bei der Sonderausstellung des Triestingtaler Heimat- u. Regionalmuseum bis Oktober 2017 zu sehen ist.

Der rührige ehemalige Landeshauptmannstellvertreter überbrachte an das Museumsteam 3000,-- Euro zur großen Freude von Museumsdirektor Wolfgang Stiawa und seinen Helfern.

Kunstcafe Panzenböck feierte ersten Geburtstag ...

Das Kunstcafe Panzenböck feierte ihren ersten Geburtstag mit zahlreichen Gratulanten.

Die Inhaber Andrea und Michael Panzenböck betreiben eine Kunstschmiede und rundeten den Betrieb mit einem anschließenden gemütlichen Kunstcafe ab, der gerne und gut von Gästen besucht wird.

Die Rumpler Buam ...

Die Familie Rumpler ist vom St. Veiter Feuerwehrgeschehen fast nicht mehr wegzudenken, sind doch gleich vier von der Familie mit Feuereifer im positiven Sinn dabei.

Georg Rumpler ist seit 1988 und sein Bruder, der Berndorfer Stadtrat Franz Rumpler, seit 1989 aktiv bei ihrer St. Veiter Wehr. Auf Georg ist als 2. Kommandant  Stellvertreter ebenso Verlass wie auf Franz, der sich schon als Jugendführer bewährte und jetzt als Gruppenkommandant sein Bestes gibt.

Die beiden Brüder begeisterten auch ihre Söhne dermaßen, dass sie ebenfalls als bei der Feuerwehr St. Veit tätig sind. So ist Armin Rumpler schon seit 2009 mit dabei und Martin seit 2010.

Auf jeden Fall wissen Freunde zu berichten, dass sich Franz Rumpler nicht wie so manche Politiker in Feuerwehruniformen nur fürs Foto in Pose stellen, sondern auch bei der Arbeit dabei ist und hart mit anpackt.

Triestingtaler Schutzengerltal im japanischen Radio

Das Triestingtal war immer schon sehr traditionsbewusst und ehrt auch seine Geschichte. Überall im Tal sind noch vorhandene Spuren der  Monarchie und des Kaiserhauses. Sei es das Maria Theresia Stüberl in Kaumberg, das Schloß Schönau und nicht zu vergessen das wunderschöne Kaiser Franz Joseph-Theater in Berndorf. Neuerdings zog es auch wieder die Familie Habsburg-Lothringen ins Triestingtal, um genauer zu sein, nach Aigen wo sie ihr ehemaliges Jagdschloss originalgetreu sanierten.

Um sich an die "guade oite Zeit" ein bisschen anzulehnen gründete der Verein "TRIDOK" nun eine Traditionsgruppe. Mit historischen Gewändern wurde die 20ig köpfige Gruppe erstmals am Schutzengerlkirtag in Berndorf präsentiert. Mit Josef Büchsenmeister zog sogar der Kaiser höchstpersönlich mit der Gruppe mit. Niemand geringerer als Herta Margarete u. Sandor Habsburg-Lothringen übernahmen die Schirmherrschaft der historischen Gruppe, die darüber mächtig stolz ist.  

Die Traditionsgruppe wird das Triestingtal mit der Engerlschar am Christkindlmarkt in Steyr am 3. Dezember würdig vertreten und mächtig die Werbetrommel für das Tal rühren.

Vorgestellt wird die Gruppe aber auch in einer Radiosendung der Berndorfer Partnerstadt Ohasama, die mit dem "Kaiser von Berndorf" Josef Büchsenmeister im regen Kontakt stehen.

Sollte jemand mit den traditionsbewussten Triestingtalern mitgehen wollen, kann man sich unter der Tel. 0664/9126577 gerne anmelden.

Berndorfer Jugendgemeinderätin sammelte für 72 Schüler die gesamten Schulsachen

BERNDORF: Jugendgemeinderätin Nicole Holzinger startete mit dem Verein TRIDOK eine Schulsachensammelaktion. Viele Triestingtaler Eltern sind nicht gerade mit Reichtum gesegnet und der Einkauf von Schulsachen reißt eine erhebliche Lücke in  diverse Geldbörsen. 130,-- Euro pro Kind für eine Liste Schulsachen sind keine Seltenheit, deshalb ist Holzinger um so dankbarer dass sie für 42 Berndorfer Kinder und für 20 weitere Schüler aus dem Triestingtal Spender gefunden hat, wobei der Verein "Der Glücksbote" und Frau Evelyne Grahvogel den Löwenanteil der Spenden übernommen hat.

Holzinger möchte sich bei allen Spendern sehr herzlich bedanken.

Sames neuer Gemeinderat

Bürgermeister Hermann Kozlik, GR Thomas Sames und GR Gerhard Ullrich

Am Mittwoch, den 20.7.2016 wurde Thomas Sames als Nachfolger von Renate Kiss zum neuen Berndorfer Gemeinderat gekürt.

Kiss war seit der letzten Gemeinderatswahl 2015 als FPÖ Gemeinderätin tätig, legte nun aber aus persönlichen Gründen zurück.

 

Thomas Sames ist als langjähriges FPÖ Mitglied nachgerückt und wird in den  Ressorts Gesundheit und Kultur tätig sein.

 

Sames ist in Berndorf kein Unbekannter, er führt mit seinem Bruder Andreas seit Jahren das „Autohaus Sames“ sehr erfolgreich und gilt als sehr hilfsbereit und zuvorkommend.

 

Sames hat zwei  Steckenpferde, zum Einen seine beiden Kater die beide als Streuner unterwegs waren und von Sames und seiner Mutter Emmi liebevoll aufgenommen wurden und zum Zweiten seine Schwimmfahrzeuge wo er bereits ein paar der Marke Amphicar sein Eigen nennen darf.

Große Ehre für "Lieblingskommunisten"

Am 21. Juni 2016 fand im Landtagssaal St. Pölten ein Festakt zur Ehrung verdienter Bürger Niederösterreichs statt. Aus diesem Anlass hatten sich neben Landeshauptmann Dr. Pröll und der Landesregierung zahlreiche Festgäste und Gratulanten eingefunden.

Aus dem Bezirk Baden war unter anderem der Pottensteiner  Langzeit-Gemeinderat Rudolf Slavik (geb. 1931) zur Würdigung seiner Verdienste um das Land Niederösterreich eingeladen. Vor der Übergabe der vom Landtag verliehenen "Gedenkmedaille des Landes Niederösterreich" wurde das jahrzehntelange öffentliche Wirken des Ehrengastes kurz geschildert.

Das Pottensteiner wirkte insgesamt 39 Jahre als Gemeinderat seiner Heimatgemeinde, davon von 1964 - 1995 für die KPÖ und danach für die "Bürgerliste soziales Pottenstein-Fahrafeld" als Gründer und Fraktionsobmann bis 2003.

Die Worte Prölls: "Du bist mir mei liabster Kommunist" freuten den Jubilar wohl am meisten, denn trotz total unterschiedlicher Weltanschauungen verbindet die beiden Persönlichkeiten wohl gegenseitiger Respekt und Wertschätzung.

Slavik, das  Urgestein des Journalismus wurde auch für seine Leistungen als  Chefredakteur der "Badener Rundschau" geehrt. Mit dem Rundschau-Slavik erreichte die beliebte Wochenzeitschrift starke Auflagenzahlen und genoss hohes Ansehen für ihr soziales Engagement.  Slaviks Journalistenkarriere fand ihren Abschluss als Chefredakteur des "Ring niederösterreichischen Wochenzeitungen" mit Sitz in Wien. Verbunden war damit die Akkreditierung für die Pressekonferenzen der NÖ Landesregierung wo Slavik auch den Landeshauptmann kennenlernte, seitdem ist er seit 30 Jahren im Land bekannt, wie Pröll bei seiner Rede zu Slavik scherzend meinte. 

Das alles nicht genug, wurde der Tausendsassa  auch für die Mitbegründung der "Volkstanz- und Brauchtumsgruppe Pottenstein" geehrt.

Unter der Pottensteiner Abordnung fanden sich auch die Gemeindeführung mit Bürgermeisterin Eva Baja Wendl und Vizebürgermeister Daniel Pongratz unter den Gratulanten ein.  

Die stinkende Schönheit

Herbert Grabner mit seiner stinkenden Schönheit

ENZESFELD: Grabner Herbert ist ein Gartenfan und interessiert sich ganz besonders für ausgefallene Pflanzen.

 

In einem Markt sah er ein kleines Plätzchen, das einsam und verlassen in einer Ecke weilte. Nachdem es nicht viel kostete, erbarmte sich der Hobbygärtner und erwarb es in der Meinung, dass es sich um eine Sukkulentenart handelt.

 

Auf Grund der liebevollen Pflege belohnte ihn die eigenartige Pflanze jetzt nicht nur mit einer Blüte, sondern auch mit einem durchdringenden, penetranten Geruch.

 

Die Pflanze stinkt sozusagen zum Himmel und lockt mit ihrem "Aasgeruch" Fliegen an, die sich auch reichlich einfinden.

 

Nach Recherche im Internet könnte es sich um eine Miniform einer Titanwurz handeln.

 

Das Herz einer Dame kann man mit dieser Pflanze auf jeden Fall nur bei hartgesottenen Botanikerinnen gewinnen.

Kunsthandwerkerin aus Passion

Renate Kolb mit ihren Engerl für den Schutzengerlkirtag in Berndorf
Rauschgoldengerl fertigt Renate Kolb auf Bestellung

Renate Kolb fertigte bereits 1.500 Begrüßungsschutzengerl für den Triestingtaler Schutzengerlkirtag am 1.u.2. Oktober 2016 .

Die ersten 1500 Gäste bekommen jeweils ein Engerl als Dankeschön für ihren Besuch.

Die Kunsthandwerkerin und gelernte Köchin ist ein Schutzengerlfan der ersten Stunde und glaubt auch ganz fest an ihr ganz persönliches Engerl.

Renate Kolb musste  ihr Schutzengerl wegen einer schweren Krankheit allerdings schon sehr oft in Anspruch nehmen. Kürzlich musste Kolb erst wieder auf Reha wo sie zur Ablenkung fleißig Engerl fertigte und auch ihre Leidensgenossen damit verwöhnte.

Kolb sieht in jedem Material etwas besonderes, sammelt es auch überall zusammen, sei es in der Natur oder auch in jedem Bauhaus. Kein  Mascherl Bockerl oder sogar Fliegengitter, aus dem die Engerlflügerl entstanden, ist vor ihr sicher. Ihre Kreativität zeigt sich auch bei ihren Brötchen, die sie für Events anbietet.

Ihr eigenes Schutzengerl hat zurzeit wieder allerhand Aufgaben bei Renate Kolb zu bewältigen die sie bestimmt auch wieder bewältigen wird.

Fam. Kovac restaurierte Marterl ...

Foto: zVg Kovac

Vor 20 Jahren restaurierte die Familie Kovac  auf dem Weg zur Wolfsgeist ein Marterl. Nach 20 Jahren stattete Karl Kovac seinem Marterl einen Besuch ab und gedachte auch an seinen verstorbenen Vater, der maßgeblich bei der Restaurierung samt seinem Onkel aktiv mitarbeitete.

Bis heute erfreuen sich viele Wanderer an dem schön restaurierten Marterl, das ohne der Familie Kovac wahrscheinlich bereits dem Verfall preisgegeben gewesen wäre.

Bruder Josef Failer -

über Weißrussland ins Triestingtal

Bruder Josef Failer ist in seinen Pfarrgemeinden sehr beliebt

WEISSENBACH/FURTH:  Einen weiten, nicht immer leichten Weg ging Pfarrer Josef Failer bis er im Triestingtal zwei Pfarren übernahm.  

Als  Bruder Josef  als Bub im kleinen Bayerndorf Erlingshofen (bayrischen Schwabenland)  zu ministrieren begann dachte er wohl noch nicht, dass ihn der liebe Gott einmal auf eine weite Reise schicken würde. Und doch sollte es so kommen.

Bruder Failer wuchs in der rund 1000 Seelengemeinde in Bayern mit 8 Geschwistern als ältester Sohn wohlbehütet und sehr gläubig auf.  Der Vater war Lagerhalter und die Mutter im vollen Einsatz mit Gatten und neun Kindern.

Der stets Mathematik- u. physikbegeisterte Josef begann nach der Grundschule dementsprechende Studien  und erzielte auch Bestnoten.  Das Einzige was ihn bei diesen Gegenständen allerdings  störte war die Erkenntnis, dass alle Erfindungen zum Guten aber auch zum Bösen benutzt werden können. Beim Priesteramt hingegen wäre dies nicht der Fall, ein Priester kann seine Fähigkeiten zum Guten und nicht zum Bösen verwenden. „Der Priester soll die Menschen so führen, dass sie ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zum Guten verwenden. Somit war der berufliche Werdegang,  oder besser gesagt,  Bruder Failers Berufung, besiegelt.  Angst hatte er allerdings vor den Predigten, vor jedem Referat hatte er nämlich schlaflose Nächte. "Nach der Priesterweihe fühlte ich großen Beistand des Heiligen Geistes und hatte die Angst vor einer Rede gänzlich verloren", meint der sympathische Pfarrer  lachend .

Bedenken hatte er auch davor, ob das Theologiestudium nicht zu trocken wäre und auch ob er das Zölibat einhalten können wird.

Mit 22 Jahren lernte Failer die Gemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM bei der Wallfahrtskirche Maria Feldblume in der Nähe von Ulm kennen und verspürte, dass er in dieser Gemeinschaft  seinen Platz im Leben finden wird.  Der FLUHM Orden übersiedelte nach Rom, wo Failer auch seine Studien Philosophie, Theologie und Recht absolvierte.

Failers Kirche in Weißrussland

"Rom war eine schöne, erlebnisreiche Zeit", meint Bruder Failer.  Nach dem Abschluss und einer kleinen Zwischenstation als Hilfspriester sollte für den jungen Mann ein gänzlich neuer Lebensabschnitt beginnen.

Er wurde von seinem Ordens nach der Perestroika einberufen, um als Missionar eine Niederlassung in Deretschin in Weißrussland  aufzubauen. Eine große Herausforderung für einen Priester ohne Russischkenntnisse und einer Bevölkerung die den Deutschen sehr skeptisch entgegenstand. Failer erlernte rasch die Sprache und konnte sehr schnell auch den Respekt und das Vertrauen der Bevölkerung erlangen. Große Hochachtung erlangte Failer durch seine umfangreichen humanitären Maßnahmen, so organisierte er den Transport und die Verteilung von vielen Tonnen  Bekleidung, Lebensmittel, Nähmaschinen, Spielzeug, Ferienaufenthalte, Kreuze, Kerzen und sogar von 3000 Fahrrädern die von Österreich, Deutschland und Italien gespendet wurden. Failer erbaute auch eine Kirche in Weißrussland, wo er 40 Dörfer mit 700 Katholiken betreute.

Nach 10 Jahren in seiner weißrussischen Heimat sollte sich Ende Juli 2004  das Blatt für Bruder Failer auf Geheiß seines Ordens  wenden, er wurde abberufen. Nicht nur bei der Bevölkerung war der Abschied mit Tränen verbunden,  auch Failer nahm nicht gerne Abschied.

 

Bruder Josef Failer bei einem Treffen mit Papst Paul Johannes II
Bruder Failer ist ein sehr weltoffener Pfarrer - hier bei der Schutzengerlausstellung mit dem offiziellen Triestingtaler Schutzengerl 2014/15 "Iris I."

Nach einem kurzen Abstecher in Krakau verschlug es Bruder Failer im Jänner 2006 nach Klein-Mariazell, den Stammsitz des FLUHM Ordens, wo er den damals erkrankten Pfarrer Rudi Fleck vertrat. 

Auf seiner Lebensreise lernte Br. Josef viele Sprachen: Englisch in der Schule, Polnisch in der Gemeinschaft, Italienisch beim Studium in Rom, dazu noch Latein; Russisch und Weißrussisch auf seiner Mission und Spanisch für seine Wallfahrten nach Mexiko.


 

Im September 2007 übernahm Bruder Failer die Pfarren  Weissenbach und Furth.

2010 kehrte Unruhe in seine mittlerweile wieder beschauliche Welt: sein Orden erlaubte ihm, nach Weißrussland in seine einstigen Pfarrgemeinden zurückzukehren -  zur Freude der dortigen Bevölkerung . Das dürfte aber der weißrussischen Regierung ein Dorn im Auge gewesen sein, FLUHM bekam keine Aufenthaltsgenehmigung und kam somit wieder ins Triestingtal zurück. (weil der von BGM Miedl gespendete Jausenkorb zu klein war, das nur ein Scherz)

Bruder Josef  wird in seinen Pfarren Weissenbach und Furth als weltoffener,   sympathischer  Priester sehr geschätzt. Zur Zeit freut er sich schon auf die Fertigstellung des neuen Weissenbacher Pfarrheimes, das am 10. April um 11 Uhr von Bischofsvikar Rupert Stadler gesegnet und eröffnet wird.

Die Geisterjägerin von Berndorf

BERNDORF: Gabriele Kühmayer hat eine ganz seltene Gabe, sie spürt Seelen durch das Ausräuchern.  Es dürfte  sich um Energiefelder handeln die Kühmayer ganz stark wahrnehmen kann. Diese Seelen oder Geister wie sie Kühmayer scherzhaft nennt, wollen den Menschen meistens etwas mitteilen.

Das ist keinesfalls ein Scherz, Kühmayer kam durch einen Quantenheilungskurs auf ihre Fähigkeiten  diese Seelen zu spüren, die von Kühmayer  meistens als schwarze Schatten wahrgenommen werden. Eine Quantenheilung kann sehr wohl an Menschen aber auch in Räumen oder bei Tieren vorgenommen werden, z.B. auch bei Schmerzen oder Unbehagen.

Erst durch diese Bewusstseinsbildung entwickelte sich bei Kühmayer auch die Gabe, Seelen oder Geister, wie sie manche auch nennen, oder Energiefelder zu spüren.

 

"Meistens necken mich  diese "Geister",  schupsen  oder drehen mir das Licht ab. Sie machen überhaupt gerne  Scherze mit mir. Ich hab ihnen die verschiedensten Namen gegeben, z.B. Maumau" meint die quirlige Berndorferin scherzhaft,  die im Übrigen mit  beiden Beinen im Leben steht.

Als Kühmayer 2012 ein Haus ausräucherte verspürte sie zum ersten Mal solche Wahrnehmungen. " Ich sah wie der Haushund von einem dunklen Etwas regelrecht belagert wird, ich konnte den Hund aber von dieser negativen Energie befreien seitdem ist er viel ausgeglichener.

 Erstmals war ich ja  zutiefst erschrocken und ich konnte mit diesen Situationen noch  nicht so recht umgehen,  aber mit der Zeit  lernte ich mit den "Geistern" zu leben und merkte dass ich sie auch erlösen kann.  Ich spüre sogar dass sie dafür dankbar sind ich habe auch das Gefühl dass sie dafür auf mich achten,  sie sind ja nicht bösartig und wollen ja auch zur Ruhe kommen.  Wenn man mit so einer Gabe nicht umgehen kann, könnte es einem schon sehr beunruhigen.  Ich mache das ja bei meinen Freunden die das wollen und hab schon die tollsten Sachen erlebt, besser gesagt gefühlt. Es sind Emotionen die ich spüre, die ich halt unterschiedlich  nenne.  

Symbolfoto

Bei meiner Freundin wohnte eine Seele  die den Sohn des Hauses in Beschlag genommen hat, den Geist musste ich des Hauses verweisen. Seit dem fühlt sich der Junge wohl in seinem Zimmer.  Man nennt sie ja auch nicht umsonst oft Quälgeister, obwohl man keine Angst vor ihnen zu haben braucht. "

Die immer gut gelaunte Pflanzenfachverkäuferin arbeitet ständig an ihren Fähigkeiten, kann auch Karten legen und ausräuchern. Keinesfalls düst sie mit einem riesen Staubsauger wie die Ghostbusters durch die Häuser um die Geister einzusaugen, sie verweist sie lieber sanft aus den Räumen ins Freie und erlöst sie damit von einem ungewollten Dasein . Sollte jemand einen unerwünschtes "Etwas" vertreiben wollen, hilft Gabriele Kühmayer gerne, dies gilt aber keineswegs für etwaige  Lebenspartner oder Arbeitskollegen, meint  die sympathische Geisterjägerin  lachend.  Zu erreichen ist Kühmayer unter der Tel. 06602935015

 

 

Der Minimaskenmacher aus Niemtal

Der Minimaskenmacher Michael Döller auf Besuch in der Perchtenkammer der Berndorfer Perchten

FURTH/NIEMTAL: Michael Döller  ist mit seinen 9 Jahren bereits ein wahrer Perchten- Maskenkünstler, dementsprechend wäre auch sein Berufswunsch. Sogar eine eigene Werkstatt hat er sich dafür eingerichtet.

Stark geprägt von der Neuhauser Krampusgruppe bastelte  der Jungkünstler auch eine eigene Maske aus Papiermaschee mit Hilfe seiner Mama Michaela und unter Anleitungen der Brauchtumsspezialisten  Philip Perner und Manuel Schädel. Die Maske kann sich auch wirklich sehen lassen, eine typische Larve wie aus dem Bilderbuch, selbstverständlich mit Ziegenhörnern und Ziegelfell geschmückt.

Michael betätigt sich überhaupt künstlerlisch, z.B. bastelt er hübsche Schmuckbockerl und Zinnprodukte. 

 

eingestell am 1.1.2015

Berndorfer Heimatsammler präsentiert "Gruß aus Berndorf"

Reinhard Muschik ist nicht nur Heimatliebhaber, sondern auch -sammler und -kenner.

Vor allem Ansichtskarten haben es ihm besonders angetan, deren hat er zahlreiche und auch besonders seltene Exemplare.

Muschik lässt  aber auch alle anderen Berndorf-Fans an seiner Sammlung  teilhaben. In seinem Bilderalbum  "Gruß aus Berndorf"  (Kral Verlag) findet man kleine dokumentarische Meisterwerke in punkto Ansichtskarten um 1900 vom Feinsten.  Ein Muss für jeden Heimatliebhaber, Ansichtskarten- u. Geschichtesammler.

 

eingestellt am 7.11.2015

Maria Grill -

ein Berndorfer Original feierte ihren Hunderter

Maria Grill ist mit ihren 100 Jahren noch putzmunter und zum Großteil wohlauf und kann einiges an Geschichte erzählen. Liebevoll nennt man sie auch die Chronik Berndorfs.

Sie weiß sogar  noch ihren ersten Gehalt den sie mit 14 Jahren in der Hirtenberger Patronenfabrik erhielt, es waren genau 16,45 Schillinge pro Monat, erzählt sie lachend. Sie erinnert sich auch noch wie sie nach dem Krieg von den Bauern Proviant nach Hause brachte und den auch mit ihren Nachbarn teilte. Bis nach Mank ging sie zu Fuß um möglichst Viele  versorgen zu können. Sie eignete sich im Laufe der Jahrzehnte ein enormes Wissen  über Berndorf an, vieles davon lernte sie durch ihren Beruf als Briefträgerin.

Maria Grill ist die Tante des mittlerweile verstorbenen Berndorfer Stadtbaumeisters Franz Bichler, den sie liebevoll Franzi nannte und  als ihren Ziehsohn betrachtete. Dementsprechend war ihre Trauer nach dessen Tod, der sie täglich im Pflegeheim besuchen kam und sich rührend um sie kümmerte. Seinen Platz nimmt jetzt der junge Clemens Fellner-Feldegg ein, auch er kommt jeden Tag zu seiner "Ziehmutti"

Seit mittlerweile 10 Jahren lebt Maria Grill bereits im Landespflegheim Berndorf und man merkt ihr an, dass sie sich dort sehr geborgen und wohl fühlt. Dass man sie regelrecht hofiert, liegt besonders an  ihrer netten Art.  

Bei ihrer Geburtsfeier stellen sich nicht nur ihre Verwandten aus England und viele Freunde ein, sondern auch Bürgermeister Hermann Kozlik, Mag. Astrid Brandstetter von der BH-Baden, Stadtamtsdirektor Franz Grill und Harald Gabriel von der Sparkasse Berndorf.

eingestellt am 10.9.2015

DIE HERNSTEINER HABSBURGER

Prinzessin Herta-Margarete Habsburg-Lothringen

HERNSTEIN/ALKERSDORF:

Das kleine Dörfchen Alkersdorf in der Marktgemeinde Hernstein darf sich über eine Familie freuen die  ein Baujuwel geschaffen hat; das eine Bereicherung für die gesamte Triestingtalregion werden wird.

 

Die Familie Sandor und Herta Margarete Habsburg-Lothringen baute und restaurierte das ehemalige Jagdhaus der Familie von der Pieke auf und wird Teile der riesigen, wunderschönen  Anlage auch der Allgemeinheit zugänglich machen.

Die kräuterkundige  Hausherrin pflegt und hegt höchstpersönlich nicht nur ihren geliebten Garten, sondern entwarf auch liebevoll sämtliche Anlagen, die das riesige Anwesen umfasst. Zur Zeit glänzt das Haupthaus samt sämtlichen Nebengebäuden bereits in stilvoller Eleganz und auch die Gartenanlage verspricht mit ihren verschiedensten Kraftplätzen eine einmalige Pilgerstätte zu werden, in dem auch eine Kapelle samt Schutzengel stehen wird. 

Ritterspiel der Esterhazy Husaren

Die Anlage wird erstmals am 4. Juli 2015 einem geladenen Publikum präsentiert, wobei die Kickinger Crew mit  dem Traditionsverband die  Esterhazy Husaren mit einem Ritterspiel brillieren werden.

In den nächsten Jahren ist ein Museum geplant und  die Fam. Habsburg-Lothringen legt großen Wert die Sehenswürdigkeiten der umliegenden Gemeinden mit einzubinden.

Die "Hernsteiner Habsburger Familie", wie sie in der Marktgemeinde  oft genannt werden,  hat ihren Hauptwohnsitz in Liechtenstein. Sandor Habsburg- Lothringen ist  mit dem englischen Königshaus verwandt und steht auch in dessen Thronfolge. Er stammt in der 5. Generation von der Königin Viktoria, in der 8. Generation von Kaiserin Maria Theresia und ebenfalls in der 8. Generation von Katharina der Großen von  Russland ab. Er ist der Urenkel des Rumänischen Königs Ferdinand I, seine Urgroßmutter war Prinzessin Maria v. Sachsen-Coburg-Gotha. Sandors Großvater war auch der Besitzer des Schlosses Hernstein und seinem Vater wurde vor einigen Jahren das Schloss Bran,   im Volksmund auch als Dracula Schloss bekannt, zurückgegeben.

Weltweit, außer in Österreich wo das Tragen von Adelstitel verboten ist,  wird die Familie Sandor

und Herta Margarete Habsburg-Lothringen als Sandor

Archduke of Austria, Prince of Tuscany and Herta Margarete Archduchess of Austria, Princess of Tuscany

angesprochen.

 

Sandors Gattin Herta Margarete Habsburg-Lothringen ist nicht nur eine starke Persönlichkeit, sondern auch charmante  Botschafterin der "Flamme des Friedens":

Eingestellt am 7.5.2015

Der Further Holzschnitzer (März 2015)

FURTH: Eine kleine Werkstatt, fein säuberlich aufgereihte Schnitzmesser, ein alter gebückter Herr mit einem totem Stück Lindenholz in der Hand, dem gerade Leben eingehaucht wird.

 

So geschieht es im idyllischen Haus des Further Hergott- u. Figurenschnitzers Walter Reischer, früher meistens nach seinem harten Tagwerk als Forstarbeiter und Landwirt, heute je nach Gemütsverfassung.

 

Trotz seines hohen Alters von stolzen 83 Jahren hat der Schnitzer nichts an seinem Können und seiner Vorstellungsgabe eingebüßt.

 

Mit einem glückseligen Lächeln sitzt Walter Reischer in seiner Meister Eder Werkstatt vor seinem Werkstück, aus dem bereits die Umrisse eines Herrgotts zu erahnen ist.

 

Das alte Schnitzmesser, ein altes Erbstück seines Vaters, dient ihm alt Lieblingswerkzeug.

 

Solange der Hobbykünstler zurückdenken kann, beschäftigte sich der 83jährige mit der Schnitzerei. Schon als kleiner "Hoiterbua" versuchte er seine ersten Werke. Damals noch hauptsächlich Tiere und später dann viele sakrale Figuren, aber auch Motive aus dem täglichen Leben. Da springt einem zum Beispeil förmlich ein Pecher bei seiner Arbeit ins Auge, oder ein nachgeschnitzter "Sautanz".

 

Das künstlerische Talent dürfte Reischer von seinem Vater Karl geerbt haben, der seinerzeit bereits mit wunderschönen geschnitzten, meistens sakralen Figuren für Furore sorgte.  

 

Einige Zeit ließ die Schnitzerleidenschaft von Walter Reischer etwas nach, aber das Entstehen des Triestingtaler Schutzengerltals motivierte ihn derart, dass er wieder zu schnitzen begann und zwar wie könnt es anders sein, auch Schutzengerl. Zu bewundern sind seine Werke in Furth, direkt an der Via Sacra unter vorheriger

Anmeldung unter 02674/88417

Anni Faber -

die letzte Berndorfer Schaustellerin

(März 2015)

Adolf Groi

BERNDORF: Weder Aussehens mäßig noch wesensmäßig würde man Anna Faber ihre 90 Jahre abnehmen, wenn sie es nicht belegen könnte. Die fesche Seniorin tanzt, fährt ein paar Mal im Jahr auf Urlaub, macht Gymnastik, pflegt zahlreiche Freundschaften - mit einem Wort - sie ist putzmunter und manche 20ig jährige würde sie um ihre Lebensfreude beneiden.

Anna Faber wurde 1925 in Wien geboren und ist die Tochter der Schaustellerfamilie Groi und die Enkelin des letzten privaten Wiener Riesenradbesitzers. Sie selbst betrieb mit ihrem Gatten, dem Berndorfer Stadtpolizisten Walter Faber, bis zu dessen Pensionierung (ca. 1976) noch eine mobile Schießbude.

Anna Groi fertigte die Papierblumen für die Schießbude noch höchstpersönlich

Begonnen hat die Familiengeschichte im Wiener Prater, wo Fabers Großvater Josef Groi mit fünf anderen Besitzern unter anderem auch das Wiener Riesenrad, Schaukeln, Karussells und Schießbuden betrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte niemand Geld für Vergnügungen und ihr Großvater hatte große Mühe den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Dessen Sohn (Anni Fabers Vater) Adolf Groi übernahm mit seiner Gattin, der Seidenfabrikantentochter Anna, geb. Schneiter, die Geschäfte und baute mit großem Fleiß den Betrieb mühselig wieder auf. Er war mit seiner Familie und seinen Gerätschaften auf zahlreichen namhaften Festen in fast ganz Europa unterwegs, den Standort im Prater musste man allerdings aufgeben. In den 40iger Jahren wurde eines der Groi - Karussells sogar von einer Filmgesellschaft für die Operette "Wiener Blut" mit Hans Moser angemietet und ging somit auch in die Filmgeschichte ein.

Die mobile Orgel im Berndorfer Stadtpark
Anni und Walter Faber

Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch bei der Schaustellerfamilie seine Spuren. Die Russen beschlagnahmten nach dem Krieg ihr Wohnhaus. Der Standplatz in Schwechat war sehr kostenintensiv und man war auf der Suche nach etwas Geeignetem, so landete 1951 man in Berndorf.

Der damalige Bürgermeister Konrad Nimetz erkannte in Adolf Groi seinen ehemaligen Kriegskameraden und vermittelte ihm den Standplatz im Theaterpark Berndorf, wo die Familie einen Vergnügungsplatz mit zahlreichen Gerätschaften und einem elektrischen Autodrom mit sechs wertvollen Autos betrieb. Für die Schießbuden gab es als Preise Blumen aus Papier die Anni Fabers Mutter selbst herstellte. Zwei Schäferhunde wachten über die Kassen und die Berndorfer Polizei wollte diese sogar als Diensthunde ankaufen, so lernte Anni ihren späteren Mann den Stadtpolizisten Walter Faber kennen, der nicht nur an ihrem Hund großes Interesse zeigte, sondern auch an der quirligen Schaustellertochter und sie auch heiratete.

Anni Fabers "Uschi" wurde mehrmals mit Gold gekürt
die mobile Schießbude von Anni und Walter Faber

Die Familie bewohnte das ehemalige "Fitscha-Haus" in der Leobersdorferstraße. Nach dem frühen Tod des Vaters Adolf mit nur 66 Jahren, litt der betagte Lieblingshund dermaßen am Verlust seines Herrchens, dass man sich schweren Herzens entschließen musste, ihn einzuschläfern. Die Witwe musste die meisten Gerätschaften verkaufen, Tochter Anni, die hauptberuflich in Wien arbeitete und Walter Faber behielten lediglich eine mobile Schießbude bis zu dessen Pensionierung als Stadtpolizist 1976.

Langweilig wurde der Fam. Faber aber trotzdem nicht, sie fuhren mit ihrer geliebten Dackelhündin "Ilonka von der Diensthütte" "Uschi" einer mehrfach ausgezeichneten Goldpreisträgerin durch halb Europa zu Hundeausstellungen. Nachfolger "Pauli von der Diensthütte" war auf vielen Urlaubsreisen treuer Begleiter seiner Familie.

Anni Faber ist seit 2003 Witwe, trauerte innig, ihr Lebensmut ließ sie aber nicht verzweifeln, im Gegenteil sie macht das Beste aus ihrer Situation und so mancher Unzufriedener könnte sich ein Beispiel an ihr nehmen.

 

Triestingtaler Musikerlegende feierte

90. Geburtstag (Feb.2015)

ALTNMARKT/BERNDORF: Johann Reischer ist auch mit seinen mittlerweile neunzig Jahren ein Original und noch immer bestens drauf. Der rüstige Senior machte sich nicht nur als Musikant einen Namen, sondern besonders mit seinem Heuhandel, der ihm auch seinen Spitznamen "Heu-Reischer" einbrachte.

Der Vater von sechs Kindern betrieb mit seiner Gattin Johanna (90 J.) einen Bauernhof samt Mostheurigen wo Reischer mit seiner "Quetschen", einer mittlerweile dreißigjährigen steirischen Knöpferlharmonika, die Gäste mit einem stattlichen Repertoire unterhielt. Er tourte mit seiner Ziehharmonika aber auch sonst überall durchs Triestingtal.

Der Heuhandel war früher ein hartes Handwerk und Johann Reischer erinnert sich wie er noch mit Ochsen oder Pferden unterwegs war, um Heu bis in die Wiener Krieau zu liefern. Als junger Mann war Reischer während der Kriegswirren in Frankreich, Norwegen und zweieinhalb Jahren in russischer Gefangenschaft. Besonders Norwegen blieb ihm in Erinnerung und sein größter Wunsch war es Zeit seines Lebens das Nordkap noch einmal zu sehen, erfüllen konnte er ihn erst in der Pension.

Reischer nahm regen Anteil am Altenmarkter Vereinsleben, er ist seit 70 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Altenmarkt und des Kameradschaftsbundes Oberes Triestingtal. Von beiden Vereinen ist Reischer auch Ehrenmitglied.

Seine große Leidenschaft war seit seiner Kindheit das Musizieren. Als kleiner Bub bekam er seine erste Knöpferlharmonika, die er wie einen Schatz hütete und damit das Musizieren erlernte. Aber auch seine Mundharmonika beherrscht er perfekt und seine Stanzln sind bis heute legendär.

Ende Jänner 2015 zog Johann Reischer mit seiner Gattin ins Berndorfer Pflegeheim, wo er nicht nur die Heimbewohner und das Personal mit seiner Harmonika unterhält, sondern sich mächtig über Schnapserkollegen freut. Außerdem arbeitet Tochter Viktoria im Pflegheim die sie sich rührend um ihre Eltern kümmert, die beide kürzlich gemeinsam ihren 90igsten Geburtstag feierten. Neben vielen Freunden und Verwandten stellten sich auch LA BGM Josef Balber und Dir. Gregor Herzog als Gratulanten ein.

Trotz ihrer neunzig Jahre und gesundheitlichen Einschränkungen strahlt das Ehepaar Reischer eine große Zufriedenheit aus und bei Gelegenheit legt Johann Reischer schon auch mal ein Tänzchen mit den Damen des Pflegeheims aufs Parkett.

Pulay Katalog 2017 !

Bühne Berndorf 2017

Die Fetzenkammer findet man auf FB unter

"Erste Berndorfer Fetzenkammer"

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